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Wasche wasche
Wir starten sonnig in den Tag bei ganzen 4 °C, im Auto sind es zum Glück 17°C. Heute wollen wir waschen und Meter machen, also geht es direkt zum Waschsalon, der nur ein paar 100 m entfernt ist. Wir können direkt davor parken und alles läuft super. Bretti haut 3 Waschmaschinen durch und trocken bekommen wir auch alles, 45 Minuten Trockner werden uns davon auch noch von einer anderen Kundin geschenkt, die noch Restzeit übrig hatte. Das Personal ist hilfsbereit und für 15C$ kann man echt nicht meckern. In der Zwischenzeit tüdel ich am Auto rum, lüfte Staukisten und räume Dinge um. Man wundert sich ja, wie viel Platz entsteht wenn man richtig aufräumt. Wir werden beide natürlich auch aufs Auto angesprochen. Manche Klamotten kommen nicht in den Trockner und wir hängen sie im Auto auf. 7°C und Sonne fühlen sich schon richtig warm an, im Windschatten und mit langen Klamotten.

Nach diesem erfolgreichen Start geht es auf Richtung Fährhafen Port aux Basques, wo wir auch vor 3 Wochen angekommen sind. Die Fahrt verläuft unspektakulär und wir wechseln uns beim Fahren ab. Wir hören momentan fleißig den Podcast Weird animals, klare Empfehlung. Im Ort angekommen holen wir noch Pizza ab, die ich online vorbestellt habe. Irgendwie habe ich mich mit der Größe vertan, zu der 12 Zoll Pizza (ca. 30 cm) kommen 21 Zoll Garlic Fingers, also ein großes Backblech ca. Kann ja mal passieren.😅 Wir wollen davon auch morgen auf der Fähre was essen, von daher passt das schon.

Durch das ganze Fahren haben wir viel warmes Wasser, welches wir direkt zum Duschen nutzen. Diesmal klappt alles wunderbar und wir müssen das Wasser nicht durch die Tür ablaufen lassen.
Wieder eine Fährfahrt
Dafür, dass wir mitten im Ort stehen haben wir ganz gut geschlafen. Wir frühstücken etwas Pizza und machen uns auf zum Hafen. Beim Check-in gibt es diesmal keinen “Security check”, dafür müssen wir unsere Möhren abgeben. Irgendwas ist hier im Boden, was nicht verbreitet werden soll, deshalb dürfen Möhren oder Kartoffeln die Insel nicht verlassen. Wir vermuten ja, die Securityfrau wollte sich einfach den Einkauf sparen.
Wir treffen diesmal keine spannenden Leute an der Fähre und entsprechend vergehen das Warten vorher und die Fahrt selbst ereignislos. Es wird gelesen, Podcast gehört und aufs endlose Wasser geschaut. Es ist zwar mehr los als auf dem Hinweg, aber der Großteil des Schiffes ist trotzdem noch leer und die See ist diesmal deutlich ruhiger.


Da wir die Probleme mit dem nicht anspringenden Auto scheinbar gelöst haben, ist auch die Ankunft entspannt und wir fahren zum bekannten Platz in Florence. Hier liegt gar kein Schnee mehr und wir nutzen die untergehende Sonne für einen Besuch am Strand, das hatten wir beim letzten Mal nicht geschaft.

Mehr Strand
Das Wetter soll heute wunderbar werden und deswegen wollen wir wenig im Auto sitzen und suchen uns einen schönen Stellplatz an einem nahen See. Der Bras d’Or Lake ist riesig und nimmt den ganzen inneren Teil von Nord Nova Scotia ein. Eigentlich ist der See direkt mit dem Atlantik verbunden also nur eine Bucht? Naja wir werden da mal nicht kleinlich sein. Bevor wir losfahren sehen wir noch einen Baby Fuchs im Garten nebenan und kurz darauf schaut auch das Muttertier vorbei. Hier auf der Ecke hatten wir auch beim letzten Mal schon einen Fuchs gesehen. Damals noch im Schnee und viel größer.
Unser erster Stellplatzversuch am Bras d’Or Lake ist direkt super. Einfahrt eng und steil, aber das ist für den Volvo kein Problem. Ein bisschen weiter stehen hier einige dieser riesigen nordamerikanischen Wohnwagen. Wie sie die die Einfahrt heil runterbekommen haben ist uns ein Rätsel. Ich stecke kurz die Füße ins Wasser, ist immer noch kalt. Danach packen wir unsere Campingbank aus und genießen ein Bier in der Sonne. Wir sind schon um 12:00 Uhr angekommen, also bleibt viel Zeit für Entspannung und Dinge tun.
Ich checke ein paar Sachen am Auto. Unsere vorderen Räder fahren sich ungleichmäßig ab, das ist natürlich ungünstig. Mit etwas Recherche und einem super hilfreichen Forum sind schnell mehrere mögliche Ursachen identifiziert, die wir die Tage angehen werden. Bretti sammelt derweil Müll, davon gibt es hier mehr als genug. Es kommen auch immer mal sinnvolle Dinge dabei hervor, die wir bestimmt mal gebrauchen können. So gesellt sich ein solider Nagel zu einem Hering, einem Hardplastik-Rohr, einem länglichen anderen Stück Plastik (was auch schon genutzt worden ist) und einem Haken. Das kann man sicherlich mal brauchen.
Während Bretti Feuerholz sammelt und klein macht, kommt ein Hase vorbei gehoppelt. Der bleibt erst 5 m vor uns stehen, verschwindet dann aber auch ganz schnell. Bevor wir uns gemütlich ans Feuer setzen, mache ich noch eine neue Dessert-Kreation. Waldfruchtcreme auf Schoko-Kaffee-Waffeln. Nicht verkehrt aber nächstes mal wird’s doch wieder Oreokaffeecreme. Das Feuer brennt entspannt runter und wir machen es uns im Volvo noch gemütlich. Wir freuen uns auf die Tage, wo man abends lange am Feuer sitzt und die Sterne beobachtet.




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