Woche 17 | Teil 2: Von Dinos und Wasserfällen

Chris und Bretti sind sicher

Ein Tag in Museen

Wir haben gut geschlafen und frühstücken mit netter Sicht auf die Badlands. Der Begriff klingt nach riesigen Landstrichen, aber eigentlich ist es nur dieses schmale Tal mitten in der Agrarwüste. Die sieht man aber von hier unten nicht.

Unser erster Stopp heute ist die Atlas Coal Mine. Das Tal wurde über viele Jahre vom Kohleabbau geprägt und die Atlas Coal Mine zeugt noch heute von dieser Zeit. Sie ist öfter umgezogen, die Gebäude wurden zerlegt oder am Stück im Winter auf Schlitten an den neuen Standort gebracht. Ihr endgültiges Ende kam erst 1984, obwohl uns das Aussehen mit den Gebäuden aus Holz eher an den wilden Westen erinnert. Die Qualität und Größe der Kohlebrocken war hier wohl schon immer ein Problem und irgendwann einfach nicht mehr rentabel. Wir haben ehrlich gesagt nicht viel Ahnung von Kohle, aber darüber kann man hier viel lernen, z.B. dass die Größe der aus dem Flöz gebrochenen Stücke entscheidend ist. Kleine Brocken sind gut für automatische Brennvorgänge, mittlere will eigentlich keiner haben (wir haben nicht verstanden, warum man die nicht kleiner gebrochen hat, vermutlich die Kosten). Die großen waren im Haushalt zum Kochen und Heizen gefragt und die riesigen Stücke gingen in die Kraftwerke der Industrie.

Komplette Mine

Wir haben eine Führung in den “Stollen” gemacht, da wussten wir noch nicht, dass nur 10 m des ursprünglichen 4 km und 2,5 km breiten Stollensystem zugänglich sind. Etwas schade, aber es kam während der aktiven Zeit schon regelmäßig zu Unfällen, das möchte man vermutlich jetzt vermeiden. Der Eintritt inklusive Führung ist mit 30 C$ schon nicht günstig, wir haben drauf verzichtet die zwei weiteren kostenpflichtigen Aktivitäten zu machen. Es lohnt sich insgesamt schon, würden wir sagen, aber für den Preis hätten wir uns noch mehr Informationen an den Ausstellungsstücken gewünscht. Vieles ist ohne Schilder dann doch nur rostendes Metall.

Gut geschützt geht es in die 10 m Stollen
Aussicht auf dem Rückweg vom Stollen
Auch den Kaninchen gefällt der Maschinenpark

Nach einer Snackpause geht es für uns weiter zum Royal Tyrrel Museum. In der Gegend wurden unzählige Dinosaurierknochen gefunden und deswegen gibt es hier auch endlose Dinosaurier bezogene Attraktionen. Vom Erlebnispark bis zum Museum ist hier alles dabei. Auch heißen die Straßen von Drummheller Tyrex Road und ähnliches. Deswegen steht hier auch die angeblich größte Dinosaurierfigur der Welt. Es ist alles durchkapitalisiert und auch das Parken bei der Figur würde Geld kosten. Entsprechend fahren wir nur dran vorbei.

Dinofigur im Vorbeifahren

Das Royal Tyrrel Museum beherbergt unzählige Fossilien aus der Zeit der Dinosaurier, auch wird von hier aktiv weiter ausgebuddelt und präpariert. Der Parkplatz ist ziemlich voll, aber im Museum verläuft es sich ganz gut. Hier zahlen wir 25 C$ pro Person, das ist es auf jeden Fall wert. Das Museum ist beeindruckend und toll gestaltet. Viel ist interaktiv gestaltet und die Erklärvideos sind vom Youtube Channel Kurz gesagt | in a nutshell,von dem sind wir schon seit Jahren Fans und haben auch zwei Tassen dabei.

Unsere Tassen

Die schöne Gestaltung hilft aber nicht darüber hinweg, dass es viel zu viele Informationen gibt. Am Ende sind wir ganz schön durch und nach 3,5 Stunden ist unsere Aufnahmekapazität aufgebraucht. Das Museum ist nach der zeitlichen Abfolge gestaltet, von der Entstehung der Erde bis zum modernen Menschen und schließt mit einem kurzen Part über den Kilmawandel und das Artensterben. Der Hauptfokus liegt natürlich auf den Dinosauriern, von denen unzählige Originale ausgestellt sind.

Am Anfang sind die Dinos “noch eingepackt”
Danach gibt es nur noch Knochen. Der T-Rex ist ein Original bis auf den Kopf. Der echte Kopf steht davor, denn er ist zu schwer, um ihn aufzuhängen
Aus einem Haufen Knochen werden hier ganze Szenen
Nach den ganzen Dinos gibt es auch etwas modernere Geschichte.

Erschöpft und zufrieden geht es für uns nun die 150 km zurück nach Calgary. Wir stehen einfach in einem Wohngebiet nahe der Werkstatt, die morgen dann hoffentlich unser Auspuffrohr repariert.

Autoreparaturen und Shopping

Für mitten im Wohngebiet haben wir ganz gut geschlafen. Generell nicht unsere Lieblingsoption, man fühlt sich schon als Störenfried. Nun geht es ohne Frühstück zur Werkstatt. Diese ist direkt ums Eck und um 8:30 Uhr übergeben wir ihnen das Auspuffrohr. Der Chef meint, das ist in 45 Minuten fertig. Das halten wir für unrealistisch, aber macht ja nichts, wir haben Zeit und nun gibt es erstmal Frühstück. Am Ende sind es 4h, die wir hier verbringen und es muss mehrfach nachgearbeitet werden. Für 190 C$ (118€) aber ganz ok. Der Mechaniker ist auch wie immer top und schenkt uns aus ihren Schrottteilen noch eine neue Auspuffklemme. Sobald sich die Werkstätten auf uns einlassen, machen wir echt nur gute Erfahrungen.

Auch mit falschem Kamerafokus ein strahlender Anblick

Als nächstes geht es zu Decathlon. Wir kaufen uns ein Tarp, welches wir als Sonnenschutz nutzen wollen, eigentlich wollten wir auch eins von Zuhause mitgenommen haben, aber naja, irgendwas vergisst man ja immer. Zusätzlich gibt es noch Wanderstöcke, der nächsten Bergtour steht also nichts mehr im Weg. Decathlon befindet sich in einem großen Einkaufszentrum und auf dem Parkplatz sehen wir Schilder mit “Overnight parking with permit”. Das wäre ziemlich praktisch, denken wir uns und versuchen herauszufinden, wie man diesen Permit bekommt. Im Internet findet sich leider nichts aktuelles, also gehen wir zum Infoschalter. Der einzige Mitarbeiter, der die Registrierungssoftware bedienen konnte, habe gekündigt, deswegen könne man leider keine neuen Reservierungen annehmen. Am Ende ist es in Kanada eben auch nicht so anders als zuhause. Auf dem Parkplatz quatschen wir noch mit einem jüngeren Kanadier und er überlässt uns seine übrig gebliebenen frittierten Hähnchenteile und Pommes. Es scheint hier üblich zu sein, viel zu viel zu bestellen und den Rest weg zu werfen. Das ist uns schon öfter in Restaurants aufgefallen, wo regelmäßig fast volle Teller zurück gehen. Was für eine Verschwendung. Heute konnten wir das zumindest verhindern.

Da wir hier nun doch nicht stehen bleiben können, geht es zu einem pragmatischen Parkplatz am anderen Ende der Stadt. Das heutige Tagesziel ist, uns das ölende Radlager/Portalgetriebe einmal anzuschauen und im best case abzudichten. Wir lassen also das Getriebeöl ab und bauen den unteren Teil des Portalgetriebes aus.

Nach dem Entfernen des unteren Portalgetriebes Mitte links

Chris war vorsichtig optimistisch, dass wir die Dichtungen ohne Ausbau der Radlager tauschen können, das stimmt aber leider nicht ganz. Die Walzenlager können drinnen bleiben, aber die zugehörigen Lagerschalen müssen raus (siehe Bild unten). Raus bekommen wir die bestimmt, aber ob wir die auch wieder reinbekommen, ist ‘ne andere Frage. Die Lager und Schalen sehen soweit auch noch gut aus, entsprechend wollen wir die nicht pauschal tauschen.

Neue Lagerschale in der Hand, Walzenlager auf dem Tisch. Das Walzenlager dreht sich in der Lagerschale
Reparaturchaos

Auch die Dichtringe sehen quasi neuwertig aus, warum das ölt wissen wir nicht. Wir werden bei Zeiten Werkzeug fürs wieder Eindrücken der Lagerschalen besorgen und dann die Dichtringe tauschen. Vorerst machen wir alles sauber, fetten die Lager neu und bauen alles zusammen.

Zusammengebautes Radlager

Nun geht es ans Einstellen des Lagers. Oben auf dem Bild fehlt noch die zentrale Mutter, diese ist größer als unser größtes Werkzeug, also größer als Schlüsselweite 34. Sie muss nun so fest gedreht werden, dass das Lager sich mit einem Reibwert von 8 kg dreht. Zum Einstellen haben wir uns einiges durchgelesen und auch die Kofferwaage gekauft, aber so richtig überzeugt sind wir vom Prozess nicht. Der Reibwert ist die Kraft bzw. das Gewicht, welches es braucht, um das Lager zu drehen. Generell muss diese Mutter so fest gedreht werden, dass alles ausreichend zusammen gedrückt ist, sonst halten die Dichtungen nicht dicht. Zieht man die Mutter zu fest, reiben die Lager zu stark, werden heiß und gehen kaputt. Wir folgen beim Zusammenbau und Einstellen einer Anleitung aus dem Volvo-Forum, wir müssen da aber nochmal was besseres finden. Mit der Kofferwaage zum Reibwert ermitteln ist das mehr Voodoo als alles andere.

Ziehen und Waage ablesen, gar nicht so leicht

Insgesamt haben wir das Lager etwas fester gedreht, in der Hoffnung, dass das schon reicht, um es dicht zu bekommen. Hier wird es sicher noch eine Fortsetzung geben. Wir füllen das Getriebeöl wieder auf, entlüften die Bremsen und dann geht es ab unter die Dusche. Wir haben uns beide ordentlich eingesaut.

Zum Abschluss des Tages gibt es Reste. Die Hähnchenteile und gebratenen Reis, dazu schauen wir Serie.

Auf in die Rocky Mountains

Nach dem ganzen Werkstatt- und Paketstress soll es nun endlich mit Urlaub weitergehen. Das Ziel ist der Banff National Park. Vorher wechseln wir noch das Öl im Verteilergetriebe, darin finden sich keine weiteren Metallteile. Also sollte der Metallstaub normal sein (am Besten nicht mehr werden) und solange keine größeren Metallspäne auftauchen passt das soweit. Zumindest nach Aussage der Werkstatt in Rivière-du-Loup, Québec. Wir holen noch fix ein Amazonpaket für Bretti ab, darin sind Ohrringe, damit sie endlich die Stecker austauschen kann. Der Paketversand lief problemlos, in Kanada dauert das bloß etwas länger als zuhause, ca. eine Woche.

In Calgary ist momentan das größte Rodeo Kanadas, das Stampede. Wir sind ein bisschen hin und her gerissen, ob das so etwas ist, das man mal erlebt haben sollte, aber eigentlich ist es nicht unser Ding. Wir fragen uns zu sehr, wie es den Bullen und Pferden dabei geht. Überall in der Stadt sieht man Anzeichen des Events. So sehen wir ein “Postkutschen Auto” siehe Video:

Nun geht es noch zu Canadian Tire, Autoteile und Bärenspray kaufen. Bärenspray wollten wir eigentlich auch schon vorher kaufen, sinnig, wenn man schon Bären gesehen hat, aber irgendwie hat sich das nicht ergeben. Da es in den Rockies auch Grizzlys gibt, schien es uns nun doch dringlicher. Better save than sorry und so. Nun geht es noch Vorräte kaufen, denn in den Rockies gibt es weniger große Supermärkte. Dann geht es endlich raus aus der Stadt. Es sind ca. 100 km bis nach Banff und der Highway führt uns jetzt richtig in die Berge.

Highway 1 Richtung Banff

Das Visitor Center ist mitten im Ort Banff. Alles ist super eng und voller Touries, aber der Volvo ist ja klein und handlich. Vielleicht ist hier auch parken für Womos verboten. Da der Volvo als Sightseeing Highlight für die Unmengen an Touries herhält, ignorieren wir das mal, außerdem haben wir das Schild erst gesehen als wir schon eingeparkt hatten und wir haben ja eh eher Pickup-Länge und nicht 10 m wie die Wohnmobile hier im Schnitt. Im Gegensatz zu den anderen Visitor Centern gibt es hier keine Ausstellung oder ähnliches. Immerhin bekommen wir eine Wanderkarte für Tagestouren. Wie die Stadt ist der ganze Nationalpark völlig überfüllt. Immerhin gibt es eine Auslastungsanzeige auf deren Webseite. Diese verrät uns auch, dass der Johnston Canyon abends weniger besucht ist. Da geht es nun noch hin. Wir folgen dem Parkway, der ist aber im Gegensatz zum Highway eher unspektakulär, man sieht quasi nur Bäume.

Absolut unauffällig geparkt in Banff
Manchmal zeigen sich auch die Berge zwischen den Bäumen

Angekommen am Parkplatz ist es zum Glück wirklich nicht sehr voll. Wir folgen dem Wanderweg entlang des Flusses, an den Highlights und den Engstellen bemerkt man dann schon die vielen Touries, aber es hält sich in Grenzen. Je weiter wir dem Weg folgen, desto weniger Leute sind unterwegs. Wenn man hier außerhalb der Hauptzeiten unterwegs ist, kann man die kleine Wanderung auf jeden Fall empfehlen.

Der erste Wasserfall inklusive Touries
Einer der mehr als sieben Wasserfälle
Dumme Selfies müssen sein
Der Fluss schlängelt sich durch den tief ausgeschnittenen Canyon
Der Weg ist hier aufwendig in die Hänge gebaut.
Der letzte Wasserfall für heute

Zurück am Auto sehen wir, dass Motoröl von unserem Dachträger läuft. In einer der Dachboxen stecken unsere Ersatzteile und eben auch das Motoröl. So richtig finden wir nicht, was genau ausläuft, stellen aber alle Flaschen gerade hin. Eine der neu gekauften Ölfalschen ist nicht mehr versiegelt, vielleicht war die das Problem. Zusätzlich zum Öl vom Dach ölt der Motor auch fleißig. Hier haben wir den Ventildeckel in Verdacht, da müssen wir uns auch noch was einfallen lassen. Wir hatten uns einen Übernachtungsplatz direkt “hinter” dem Nationalpark gesucht, im Park ist übernachten verboten. Leider ist dieser Platz genau vor der Grenze also noch innerhalb des Parks, entsprechend übernachten wir hier nicht. Es hätte auch nichts gebracht, wenn er hinter der Parkgrenze wäre, da beginnt direkt der Kootenay Nationalpark. Hier reiht sich Park an Park, was das Übernachten schwierig macht. Wir entscheiden uns, auf einem Highway Rastplatz zu übernachten. Der Highway zählt praktischerweise nicht zum Nationalpark, auch wenn er direkt hindurch führt. Es ist nicht gerade leise, aber die Aussicht ist schon nicht schlecht. Zusätzlich sehen die Berge in der untergehenden Sonne richtig spektakulär aus.

Fahrt zum Rastplatz
Nette Aussicht vom Highway Rastplatz

Nichts klappt, aber dafür gibt es Wasserfälle

Wir haben ziemlich gut geschlafen. Nach dem obligatorischen Frühstück schrauben wir etwas am Auto. Bretti schraubt die Holzleisten rund ums Auto fest und Chris baut eine Ölfalle an den Motor, um zu schauen, ob das Öl wirklich von oben kommt.

Die Dose wird nach der Fahrt eindeutig mit Öl gefüllt sein.

Wir folgen dem Bowriver durch den Banff Nationalpark. Vom Highway hat man einen beeindruckenden Blick auf die Berge. Hier geht auch ordentlich Wind und so sehen wir eine Windhose auf dem Fluss. Sehr spektakulär, wann ist noch mal Tornado Saison?

Wir wollen eigentlich eine Wanderung machen, aber der Parkplatz ist voll und viele Autos stehen verbotenerweise schon an der Straße. Wir wollen uns da nicht einreihen, entscheiden uns also, hier nicht zu wandern. Bretti hatte schon vorher den Lake Louise rausgesucht. Hier kommt man nur mit Shuttlebus hin. Da es noch Plätze gibt, wollen wir eben das machen. Wir fahren schon mal los und Bretti versucht die Plätze zu buchen. Es waren noch einige Plätze frei, aber 5 Minuten später sind die alle weg. Dann machen wir das eben auch nicht. Generell ist der Park in der Hauptsaison viel zu voll und am Wochenende ist es noch schlimmer. Wir entscheiden uns, weiter zu fahren und den Park nochmal zu besuchen, wenn wir in Calgary unsere Pakete eingesammelt haben. Dann unter der Woche.

Da hier Park an Park grenzt, fahren wir weiter in den Yoho Nationalpark und zwar zum Takkakaw Fall, einem beeindruckenden Wasserfall. Die Straße dahin schlängelt sich durch ein enges Tal, wo wir als mobile Verkehrsberuhigung wieder unsere Arbeit machen. Auch hier ist es sehr voll, aber wir bekommen einen Parkplatz. Der kurze Wanderweg führt am Fluss entlang und dann zum Wasserfall. Überraschenderweise verlaufen sich die Touries hier ganz gut. Der Wasserfall ist sehr spektakulär. Von weitem noch mehr als von näher dran, da kann man sich die Touristenmassen vermutlich sparen. Die Gegend am Parkplatz und Fluss ist ganz schön und wir machen hier eine Snackpause mit den Füßen im kalten Gletscherfluss.

Die beruhigte Bergstraße zum Wasserfall
Falls aus etwas Entfernung
Takkakaw Falls in Aktion
Chris während der Pause am Limotrinken im Fluss

Nach der Pause geht es die enge Straße zurück und auch hier wird fleißig der Verkehrsfluss beruhigt. Wir Stoppen kurz zum Wasserauffüllen und Ewok Chris “putzt” nebenbei das Auto.

Ewok Chris
Ewok Chris mit Stock gegen den Dreck

Unser heutiges Ziel ist eine Recreation Site. Das sind simple Campingflächen, die von der Provinz British Columbia, in der wir mittlerweile angekommen sind, bereit gestellt werden. Nach dem Andrang im Park haben wir Sorge, hier keinen Platz zu bekommen, aber beide mögliche Flächen sind frei. In der “Nähe” gäbe es auch weitere Sites. Viele der Sites sind gratis und verfügen über Feuerstellen, Bänke und Plumpsklos. Mehr braucht es nicht für einen Platz in der Natur. Grundsätzlich hatten wir ein gutes Timing, im Laufe des Abends fahren noch fünf Autos vorbei, vermutlich suchen sie einen Übernachtungsplatz.

Der Platz hat eine beeindruckende Aussicht auf die Berge und den Kicking Horse River (bester Name) mit den Wapta Falls in der Ferne. Auch wenn der Wasserfall sehr weit weg ist, durch seine Größe hört man das Dröhnen der Wassermassen sehr doll. Wir sind richtig happy mit unserem ersten Platz in BC (British Columbia). Wir versuchen noch den Motor etwas abzudichten und es wird noch gekocht. Dann lassen wir den durchwachsenen Tag mit dieser beeindruckenden Aussicht ausklingen.

Bierchen mit Aussicht
Gemüsetarte mit Aussicht

Als wir ins Bett gehen, ist es schon dunkel (mittlerweile sind wir 9 Stunden vor Deutschland) und uns fällt auf, dass die Kappe vom Bärenspray im Dunkeln leuchtet, ziemlich schlau.

Wir wollen die nächsten Tage die Südost-Ecke von BC erkunden. Wandern, Boot fahren und eine heiße Quelle stehen auf dem Plan. Hoffentlich wissen wir dann bald, wann unsere Ersatzteile in Calgary ankommen und wann es weiter in den Norden gehen kann. Wie das läuft, lest ihr dann nächste Woche.

Comments

2 responses to “Woche 17 | Teil 2: Von Dinos und Wasserfällen”

  1. Andy Avatar
    Andy

    Die Rocky Mountains sind so lächerlich schön 😍

    1. Chris & Bretti Avatar

      und davon kommt noch ganz viel mehr👍

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