Woche 16 | Teil 1: Grasslands National Park mit Höhen und Tiefen

Foto: Bretti und Chris wandern durch die Prärie

Paket-Chaos am Morgen

Während Bretti Frühstück macht, stürzt Chris sich ins Paket-Versende-Chaos. Es ist Montag, also haben die Post Offices wieder offen. Nun wollen wir dort anrufen, um zu klären, ob wir die nötigen Ersatzteile dorthin schicken können. Problem, sie haben keine Telefonnummer. Dann fällt uns noch ein, dass das Paket eh nicht mit der Canadian Post, sondern mit Fedex oder DHL verschickt wird. Das ginge also eh nicht zum Post Office. Somit hätten wir auch gar nicht warten müssen, bis das Post Office wieder geöffnet ist. Naja. Unsere Recherche ergibt, um das Paket zu einem Pickup Point/Paketstation zu schicken, müssen wir eine bestehende Adresse angeben und es dann umleiten. Wir nehmen die Adresse von Brettis Kumpel in Hamilton. Mal schauen, ob das Umleiten dann funktioniert. Nun wird aber erstmal draußen mit Blick auf die Prärie und herumwuselnde Erdhörnchen gefrühstückt.

Nach dem Frühstück bauen wir unser Zelt probeweise auf, denn wir wollen eventuell im Backcountry campen, das heißt mitten im Nationalpark ca. 1 km vom Weg entfernt. Dafür ist es besser, vorher sicherzugehen, dass noch alles vorhanden ist und passt. Bis 11 Uhr müssen wir von unserem Platz runter, parken können wir aber in der Nähe direkt am Eingang des Campgrounds, ideal, um unsere Wanderung zu starten.

Valley of the 1000 Devils

Wir wollen heute den ca. 10 km langen Valley of the 1000 Devils Trail wandern. Der Trailhead, der Startpunkt, ist ca. 1 km entfernt. Wir starten die Wanderung bei bestem Wetter, Sonne, Wind und ein paar Wolken. Wir sehen viele Erdhörnchen, die von Bau zu Bau flitzen und sich immer wieder hinhocken, um was zu futtern, wobei ihre Bäuchlein so lustig dick aussehen. Einfach niedlich. Außerdem sehen und hören Vögel, von denen sich einige fotogen präsentieren, so dass das ein oder andere Foto entsteht, vielleicht auch ein paar mehr. Kühe sehen wir auch in der Ferne, leider keine Bisons. Später erfahren wir, dass es die auch nur im Westblock gibt.

Am Anfang der Wanderung, noch frisch unterwegs
Die Salbeibüsche verströmen ihren Duft in der Prärie
Foto: Kingbird, schwarzer Vogel mit weißer Unterseite, der auf einem Wegweiser des Valley of 1000 Devils trails sitzt und den Schnabel aufreißt.
Eastern Kingbird kündigt uns auf dem Valley of 1000 Devils Trail an
Ein American Robin Pärchen, links Männchen, rechts Weibchen
Ein Ground Squirrel (Erdhörnchen) steht vor uns auf dem Weg

Durch den ganzen Regen der letzten Tage ist es sehr schlammig und der lehmige Boden sehr rutschig. Wir rutschen teilweise mehr als dass wir laufen. Uns entgegenkommende Wandereris warnen uns, dass wir gleich die Schuhe ausziehen müssten, die Brücke sei geflutet. Geflutet trifft es tatsächlich nicht ganz. Sie ist eigentlich zu kurz, bzw. das Flussbett (eher Bachbett) hat sich etwas ausgebreitet. Wir ziehen unsere Schuhe aus und waten barfuß mit hochgekrempelter Hose durch das Wasser. Immerhin angenehm kühl. Auf der anderen Seite machen wir kurz Pause, um unsere Füße wieder zu trocknen und dann geht’s mit Schuhen wieder weiter. Auf dem Rückweg werden wir hier wieder durch müssen.

Fluss- oder eher Bachdurchquerung

Besonders begeistert sind wir auf dieser Wanderung von der Pflanzenvielfalt. Es blüht richtig viel, sogar die Kakteen.

Blüten der Prärie (oben von links nach rechts Silberne Lupine, Wellenblättrige Kratzdistel, Prairie Smoke, mitte links Prickly Pear Cactus, rechts Stauden-Lein, unten Tufted Evening Primrose, laut Google)
Ganz viele blühende Kakteen überall, da will man nicht stolpern
Auch auf Kacke kann schönes entstehen (Clustered bonnet)

An der “Spitze” des Rundweges sehen wir dann auch das, was vermutlich die 1000 Devils sind, viele Felshügel. Eine Infotafel hätten wir hier noch gut gefunden. Wir machen eine Snackpause, da es hier aber keinerlei Schatten gibt und der Wind nachgelassen hat, fällt sie eher kurz aus. Auf dem Rückweg bringt uns die pralle Sonne auch gut ins Schwitzen. Da kommt die Abkühlung bei der gefluteten Brücke ganz gelegen. Auf den letzten Metern vor dem Parkplatz fällt Bretti auf, dass sich die Sohlen ihrer Wanderschuhe schon wieder lösen. 12 km hat die Reparatur beim Schuster nur gehalten.

Der Wanderer und die 1000 Devils

Zurück am Auto gibt es erstmal die selbstgebackene schwedische Apfeltorte mit bestem Blick auf die Prärie-Landschaft und auf rumtobende Erdhörnchen. Es gibt hier echt viele. Und einen singenden American Robin.

Der sich magisch drehende Kuchenteller. Es weht ein bisschen.
Singender American Robin, Ton an!

Kurz bevor wir dann losfahren wollen, hält ein Auto aus Österreich neben uns. Wir kommen recht lange ins Gespräch und unterschreiben auf ihrem Auto. Sie meinen, das sei die beste Stimmungsauflockerung an Landesgrenzen, wenn die Grenzposten auf dem Auto unterschreiben dürfen. Die beiden wollen die Panamericana fahren und haben nur je 3 Monate in Kanada und USA. So wie wir sind sie auch noch am überlegen, ob sie ihre USA-Aufenthaltsgenehmigung mit Alaska anbrechen wollen oder die 180 Tage erst ab Washington starten. Es sind die ersten Langzeitreisenden, mit denen wir ins Gespräch kommen. Wir tauschen Kontaktdaten aus, vielleicht trifft man sich ja nochmal wieder.

Dann fahren wir schließlich los zu einer Kirche mit Friedhof mitten zwischen Feldern, dort übernachten wir. Immerhin sind hier die Nachbarn schön ruhig *höhö*. Auf dem Weg dorthin sehen wir Pronghorn Antilopen (Gabelbock), die wir unter anderem daran erkennen, dass sie unter einem Zaun hindurch schlüpfen. In unserem Grasslands Nationalpark Visitor Guide steht: “Fences: Pronghorns go under and deer jump over!” (“Zäune: Pronghorns gehen drunter durch und Rehe hüpfen drüber!”).

In der Ferne sehen wir schon unseren Übernachtungsplatz und Regen.
Übernachtungsplatz und dreckiges Auto

Toilette mit Aussicht

Wir kommen über verschiedenste Themen darauf, dass man uns mit dem Auto nicht gerade das Rasen vorwerfen könnte. Bretti entgegnet, dass man uns wortwörtlich schon Rasen (die Pflanze) vorwerfen könnte. Bretti ist sehr lustig. Neben der Kirche befindet sich ein Plumpsklo, das Chris inspiziert. Die Tür geht erst nicht gut auf, dann hat er die halbe Tür in der Hand. Er stellt sie kurzerhand daneben. Toilette mit Aussicht ist ja auch was schönes. Nachdem die Straße den ganzen Morgen bisher leer war, fährt in dem Moment natürlich ein Auto vorbei. Es ist immerhin nicht stehen geblieben, so richtig wissen wir ja nicht, ob wir hier stehen dürfen. Auf dem Friedhof tummeln sich wieder ein paar Erdhörnchen. Die mögen wohl auch die ruhige Nachbarschaft.

Aussicht von der Toilette

Wir fahren heute zum Westblock des Nationalparks. Auf dem Weg dahin sehen wir einige Pronghorn Antilopen, die freundlicherweise auf dem Feld stehen bleiben, so dass wir ein paar Fotos machen können.

Pronghorn Antilopen mit Jungtier und flauschigen weißen Popos

Über den Feldern sehen wir immer wieder Greifvögel durch die Luft gleiten oder gegen den Wind ankämpfen. Und auf den Feldern sehen wir massive Bullen. Wir fahren über eine Straße mit dem Schild “road in construction”. So weit so normal. Als wir rüber fahren fliegen die Teerbrocken ums Auto herum, ins Auto, auf die Scheibe… Hier soll der Teer wohl von den Autos festgefahren/ in die Straße eingearbeitet werden. Top System, es sind schon Spurrillen erkennbar.

Klebrige Teerklumpen überall

Beim Westblock des Nationalparks gehen wir erstmal zum Visitor Center, wo wir mal wieder ausführlich beraten werden. Teile des Parks sind wegen des Regens und entsprechend nasser Straßen gesperrt. Schade, denn wir wären die Straße gern gefahren. Die Bisons mit ihren noch rötlich gefärbten Jungtieren verstecken sich wohl in einer nördlichen Ecke des Parks, in deren “Nähe” eine 15 km lange Wanderung verläuft. Wir überlegen, diese Wanderung am Mittwoch mit Backcountry Camping kombiniert zu machen, vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Heute fahren wir den Ecotour Scenic Drive, eine Panoramastraße durch den Park. Vor dem Visitor Center treffen wir die beiden Österreichis von gestern wieder. Während an unserem Auto noch Teerklumpen hängen, ist ihr Auto recht schlammig. Sie sind durch den gesperrten Teil des Parks hierher gefahren, da am anderen Ende der Straße weder Sperre noch Hinweis auf eine Sperrung waren. Die Straße war wohl extrem schlammig, aber dafür haben sie ja einen Landcruiser. Wegen ihres engen Zeitplans geht es für sie schon heute nach Saskatoon, auch sie brauchen Auto-Teile, die hier schwer zu bekommen sind.

1 Million Fotos von Präriehunden

Wir fahren 20 km Richtung Park und folgen dann der 20 km langen Panoramastraße durch den Park mit Stops an den jeweiligen Infopunkten. Wir lernen was über die Prärie, ihre Geschichte, die Flora und Fauna. So ganz ist unser Wissensdurst aber noch nicht gestillt. Die Landschaft ist sehr schick und noch grasiger als der Ostteil. Die Bisons sehen wir leider nur ganz weit entfernt als schwarze Punkte durch den Zoom unserer Kameras.

Na, seht ihr die Bisons?
Mit viel Zoom, erkennt man sie

Viel näher dran sind dafür die Präriehunde. Entlang des Weges befinden sich zwei riesige Präriehundkolonien, wo wir ganz viele Fotos machen. Die sind einfach zu niedlich. Zitat Chris: “Ohhh… diese Nasen und diese Knopfaugen!” Stellt ihn euch dabei mit Herzchen in den Augen vor und Bretti auch.

Ein klopsiger Präriehund snackt direkt am Weg
Ist es nicht niedlich?
Zuneigung oder Kampf? Könnte beides sein
“Runter vom Rasen” pöbelnde Präriehunde in/auf ihrem Bau
Wir finden, es sieht aus wie ein Rentner-Präriehund

Wir verbringen einige Stunden auf diesem Ecotour Scenic Drive. Auf dem Weg zurück stoppen uns regelmäßig Präriehunde und Ground Squirrels, die sorgen hier wohl dafür, dass die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h auch ja eingehalten wird. Besser wäre wohl noch Schrittgeschwindigkeit. Außerdem sehen wir einen American Badger (Silberdachs), der von einer Eule, vermutlich einer Burrowing Owl (Kaninchenkauz/Präriekauz), attackiert wird und sich in einen Präriehundebau buddelt. Erfolgreich oder nicht, wissen wir nicht. Er zieht weiter und wird dabei immer wieder von der Eule attackiert.

American badger vs Burrowing Owl
American Badger guckt aus dem Präriehundbau raus

Nach dem Hoch kommt das Tief in Val Marie

Wir fahren zurück nach Val Marie zu unserem online gebuchten Campingplatz. Es gibt kein Check-in oder Personal, also stellen wir uns einfach an besagten Platz. Es folgt ein kleiner Spaziergang durch den Ort, um zu schauen, ob hier Geschäfte auf haben. Das Restaurant hat geöffnet, auch wenn es nicht so aussieht, da wollen wir später essen gehen. Aus dem Grocery Store gegenüber nehmen wir noch ein überraschend leckeres Bier mit, dann geht’s erstmal zurück zum Campingplatz. Kaum angekommen fängt es ordentlich an zu regnen. Wir verziehen uns ins Auto. Chris schreibt am Blog und Bretti versucht die Sohle ihrer Wanderschuhe mit “the right stuff” zu kleben, das wir von Samuel in der Werkstatt bekommen hatten. Ist zwar nicht für Schuhe gedacht, aber wenn es Autoteile kleben kann, warum nicht auch Schuhsohlen oder? Oder?

Große Begeisterung beim Schuhekleben, immerhin an den Händen klebt es gut

Gegen 19 Uhr geht’s zum Restaurant. Dort stehen jetzt auch viele Autos. Es ist ein kanadisch-chinesisches Restaurant, was sich auch im Ambiente, der Deko zeigt, ziemlich wild durcheinander. Hier können wir außerdem nur bar bezahlen, ungewöhnlich für Kanada. Dafür haben sie im Eingang einen ATM, einen Geldautomaten, stehen. Das passt ganz gut, denn wir brauchen eh mal wieder Bargeld für die Waschsalons. Chris wählt die kanadische “Geschmacksseite”, Burger und Poutine, Bretti wählt die chinesische mit gebratenen Nudeln. Die sind etwas anders als gewohnt, eher wie yumyum-Nudeln, ist aber auch in Ordnung. Gut gesättigt geht’s zurück.

Das Restaurant war mal ein Hotel
Wir sitzen neben einem Tisch mit Abrechnungen

Das Kleben der Sohlen von Brettis Wanderschuhen hat nicht geklappt, deswegen gehen wir morgen leider nicht wandern, sondern verlassen den Park wieder, leider ohne wirklich Bisons gesehen zu haben. Wir sind sehr geknickt deswegen. Ein kleiner Lichtblick ist, dass es auf unserer Reise noch mehr Möglichkeiten geben wird, Bisons zu sehen. So richtig trösten kann uns das heute Abend allerdings nicht.

Hinzu kommt, dass das Umleiten des Pakets mit den Autoteilen nicht so klappt wie erhofft. Das geht nur an bestimmten Punkten in der Nähe der Versandadresse, also die von Brettis Kumpel in Ontario. Dort geht das Paket nun hin, ohne Umleitung. Wir hoffen, dass Brettis Kumpel uns das dann irgendwie zuschicken kann, wie und wo wissen wir noch nicht genau. Canada Post bietet eigentlich Paketannahme in ihren Poststationen an, allerdings klappt die Registrierung online eher schlecht, die Website scheint kaputt zu sein. Fedex, UPS und DHL sind auch irgendwie alle komisch und nicht wie in Deutschland. Wir werden wohl mal zu einem ihrer Stores fahren und nachfragen. Das Paket mit den Autoteilen aus Europa muss erstmal warten. Wir würden uns einfach eine Packstation wünschen, an die wir das Paket direkt versenden können, ohne vorher da gewesen sein zu müssen, damit wir die Versendezeit besser einplanen können und nicht an einem Ort warten müssen. Das es so kompliziert ist, nervt und ist anstrengend.

Wir diskutieren außerdem schon seit ein paar Tagen, ob wir wirklich nach Alaska fahren sollen oder nicht. Wie schon erwähnt geht es anderen Reisenden da auch so. Wir starten hier mal eine Pro/Kontra Liste:

Pro Alaska

  • August ist Lachszeit, perfekt, um in Alaska Bären zu sehen
  • Wenn wir in den Norden fahren, sind wir eh nah an Alaska
  • und wir müssten nicht nochmal so weit hoch in den Norden fahren, haben danach mehr Flexibilität
  • Alaska ist echt schön

Kontra Alaska

  • Wir hängen in unserem Zeitplan 1 Monat hinterher
  • Aufenthaltsgenehmigung von 180 Tagen beginnt schon in Alaska, d.h. weniger Zeit im anderen USA-Teil, bzw. im Februar notwendige Ausreise, Kanada zu kalt, also nach Mexiko?
  • Yukon soll auch sehr schön sein und man kann dort auch Bären sehen

Unsere Tendenz ist momentan, noch nicht nach Alaska zu fahren, um uns nicht zu sehr zu hetzen, mehr Flexibilität zu haben und die 180 Tage Aufenthaltsgenehmigung erst in Washington zu starten. Gerade muss erstmal noch viel organisiert werden und wer weiß, wie viel Zeit das in Anspruch nehmen wird. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, vielleicht verlängern wir unsere Reise ja auch und fahren nach dem USA-Teil wieder hoch nach Kanada und dann nach Alaska.

Wir sind beide sehr genervt, traurig und frustriert an diesem Abend. Wir gehen duschen, spülen die schlechten Gefühle etwas ab und lassen den Abend ohne weitere nervigen Themen ausklingen, auch wenn die Mücken das anders sehen, davon gibt’s hier wieder recht viele.

Neuer Tag, bessere Stimmung

Wir schlafen lange aus. Die Sonne kitzelt unsere Nasen und mit besserer Stimmung wachen wir an diesem Morgen auf. Wir frühstücken draußen in der Sonne trotz Mücken und mit dem Nachbarshund, dem scheint langweilig zu sein. Bevor es heute weitergeht checken wir noch die Zündkerzen und unsere Zündungsimprovisation. Sieht alles gut aus soweit. Wir dichten noch was am Motor ab, in der Hoffnung, dass er weniger Öl verliert. Dann düsen wir 90 km zur nächsten Tankstelle mit Premium Benzin, das ist in dieser Gegend weniger vertreten. Begleitet werden wir vom “la la lei” von Simon and Garfunkel (The Boxer), das uns schon den ganzen Morgen im Kopf herumschwirrt.

Inspiriert durch die Info über die Nutzung von “Holsteiner Fleckvieh”/”Holstein Cow”, von der wir gestern im Visitor Center gelesen haben, machen wir während der Fahrt einen Exkurs in die Geschichte Schleswig-Holsteins. Was gehörte nochmal alles zu Schleswig und was zu Holstein? Wir fahren an einem Schild des T-Rex Centers vorbei, einem Dino-Museum. Wir entscheiden uns aber dagegen, dorthin zu fahren, denn es gibt hier sehr viele Dino-Ausstellungen und zwei andere stehen schon auf unserer Liste. Außerdem wollen wir heute gerne mal nichts tun. Auf den Feldern sehen wir wieder Ölpumpen, Pronghorn Antilopen und Mule Deer (Maultier-/Großohrhirsch).

Wir kommen am Campingplatz an einem See an. Gezahlt wird hier auf Spendenbasis, um mind. 15C$ pro Nacht wird gebeten. Hier sind viele große Wohnwagen mit Generatoren, die die Nacht durch laufen und mind. ein Pickup pro Camp. Neben einem Reisebus-Camper sind wir die einzigen ohne Pickup. Alle grillen und trinken Bier. Leider lädt uns niemand ein. Es riecht so gut wir haben aber nichts zum Grillen oder trinken dabei. Wir haben trotzdem einen schönen Abend. Bei Sonne und Regen sitzen wir draußen, entspannen und schreiben zusammen am Blog.

Der Regenschirm passt perfekt über die Bank
Regebogen überm Nachbarcamp, das wir die Wagenburg nennen mit 8 Pickups

Später zieht eine Gewitterfront durch und wir schauen fasziniert dem Wetterleuchten über dem See zu.

Wetterleuchten überm See

Gegen 23 Uhr zünden einige Camps ein Feuerwerk. Es ist nämlich Canada Day, der kanadische Nationalfeiertag, der an die Bildung Kanadas (als Bundesstaat des britischen Commonwealth) durch den British North America Act am 1. Juli 1867 erinnert. Schließlich wird es aber wieder ruhig draußen und auch wir gehen schlafen.

Canada day bedeutet hier auch immer Feuerwerk

Comments

4 responses to “Woche 16 | Teil 1: Grasslands National Park mit Höhen und Tiefen”

  1. holger Avatar
    holger

    Na ja
    Die Gefahr ist vielleicht, dass Ratschläge zum Gegenteil führen.
    Es. Ist ja schon Juli. Wenn ihr im Norden ankommt fängt dort schon wieder der Winter an. Klang so, dass ihr von Schnee, Regen und kälte schon genug habt. Der Weg durch die kanadischen Rockys und die Küste v.a. mit Vancouver Island sind nach dem was ich gesehen und erlebt habe sehr schön und Abwechslungsreich. Kann sein, dass Alaska zu sehr dem ähnelt was ihr schon gesehen habt.
    Ich erinnere an Yellowstone, yosemite, grand Canon, death vally, Zion und die vielen anderen ariden Gebiete in Kalifornien, Nevada, Utah und Mexico. Im Winter ist es dort auch nicht mehr so heiß.
    Entscheidet wohl.

    1. Chris und Bretti 🏞️ Avatar
      Chris und Bretti 🏞️

      Das entspricht auch ungefähr unserem Gedankengang. Wir wollen die ganzen Parks in den USA mitnehmen, auch wenn das mit den Jahreszeiten und Öffnungszeiten nicht immer so gut hinhaut. Berge und Gletscher sehen wir hoffentlich auch schon im kanadischen Teil.

  2. Andy Avatar
    Andy

    Juli und August sind nach meinem Verständnis die schönste Zeit in Alaska.

    Im September sind dann schon wieder nur noch um die 5 Grad.

    Aber mit nur 180 Tagen kann ich schon verstehen, dass ihr dann lieber so viel USA wie möglich mitnehmen wollt. Schade drum, aber es ist vermutlich die “richtige” Entscheidung.

    P. S. Klasse Photoshop beim Eule vs Dachs Bild👌

    1. Chris und Bretti 🦉⚡🦡 Avatar
      Chris und Bretti 🦉⚡🦡

      “Eule vs Dachs Bild” hatte Chris direkt schon als er das auf der Kamera gesehen hat im Kopf. Der Aufwand war leider schon wieder größer als gedacht (MS Paint ist scheiße). Mit Brettis Adobe Illustrator ging es dann doch flotter.

      Alaska soll echt schön sein, aber letztlich auch genauso wie der Yukon, zumindest sagen das viele Leute hier, allerdings sind das ja auch Kanadier. Wir setzen da jetzt erstmal drauf.

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