Woche 13 | Teil 2: Sprühnebel und ein Hauch USA

Foto der Niagara Fälle, genauer des Horseshoe Falls

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Ein neuer warmer Tag

Morgens um 6:00 Uhr sind es schon wieder 23°C. Wir stehen mitten in einem Wohngebiet und der Highway ist nicht weit, trotz der Wärme haben wir ganz gut geschlafen. Brettis Kumpel muss heute arbeiten, entsprechend machen wir uns gegen 9:00 Uhr auf die Suche nach Frühstück in der Stadt. Gestern wurde mehrfach der Tiramisu-Eiskaffee des Café Phin empfohlen, also geht es erstmal dahin. Chris, mit seiner Laktose-Unverträglichkeit, traut sich da nicht ran, aber Bretti schlägt zu. Sie trinkt sonst keinen Kaffee, hoffentlich bekommt sie nun keinen Koffeinschock. Zu den Getränken gibt es noch eine Zimtstange und ein Schokobrötchen, alles sehr lecker.

Wir haben keinen konkreten Plan für heute, haben dafür aber gestern viele Tipps für die Gegend bekommen. Wir holen uns noch etwas Proviant bei einer kleinen Bäckerei und spazieren Richtung See. Der See selbst taugt leider nicht zum Baden, jahrelang wurden die Industrieabfälle einfach in den See geleitet, entsprechend ist alles mit Schwermetallen und co verseucht. Die Tiere und Pflanzen lassen sich davon aber nicht unterkriegen. Unser erstes Ziel ist der Sassafras Point Lookout. Von dieser Landspitze im See kann man sehr schön die Tiere beobachten. Da wir so planlos in den Tag gestartet sind, haben wir leider kein Fernglas dabei, aber auch so gibt es viel zu entdecken. Ein Reh futtert ganz gemütlich im hohen Gras an einem Baum, Schildkröten sonnen sich auf einem Baumstamm im Wasser und auf dem See sind gaaanz viele Schwäne mit Babies unterwegs.

Ein Reh im hohen Gras
Schildkröte, die sich sonnt
Spannende Kröten gibt es hier auch (American Toad)

Am Aussichtspunkt lassen wir uns auch unseren Proviant schmecken. Alles wieder mal sehr lecker. Während wir dort sitzen, sehen wir wie Holzspäne vom Geländer auf den Boden fallen. Eine große Biene (es könnte eine Eastern Carpenter Bee sein) arbeitet sich zielstrebig in das Holz. Das ganze geht richtig schnell, erst ist sie noch zu sehen, dann ist das Loch so tief, dass sie ganz drinnen verschwindet und nur noch die Späne rausrieseln. Sehr faszinierend. Die Bienen sind bei den ganzen Holzhausbesitzern nicht so beliebt, lesen wir später. Komisch eigentlich.

Es wäre kein Spaziergang in Kanada wenn nicht alles voller Eichhörnchen und Streifenhörnchen wäre. Zwischendurch sehen wir fünf Stück auf einmal. Unser Weg führt uns weiter durch einen schönen Wald, der immer wieder von wilden grünen Lichtungen durchbrochen wird. Am Ende spuckt uns der Weg wieder in die Parkanlage aus. Diese verfügt über alle möglichen öffentlichen Sportanlagen, Kinderspielplatz und viele Rasenflächen, die immer wieder durch natürliche Regenrückhaltebecken durchbrochen werden. Diese fungieren zusätzlich als kleine natürliche Oasen in der sonst kargen Rasenlandschaft. Ob das so viel bringt, wissen wir nicht, aber besser als nichts ist es sicher.

 Elektriker mit ‘m Stecker in ‘ner Hose

Wieder zurück am Auto macht sich Chris daran, die neuen Elektronik-Bauteile zu verbauen. Die improvisierte Sicherung soll ersetzt und auch der Inverter noch eingebaut werden.

Die Sicherung zwischen Lichtmaschine und Batterie wird jetzt durch einen Sicherungsautomaten ersetzt. Also eine Sicherung, die wie die zuhause einfach wieder eingeschaltet werden kann, wenn sie fliegt. Der bestellte ist leider in 250a anstatt 150a angekommen, aber immerhin besser als zu klein. Der alte Sicherungshalter fliegt raus und direkt an die Stelle kommt der Automat. Hoffentlich müssen wir da nicht mehr ran, aber so sollten wir zumindest in den USA oder sonst wo nicht wieder andere Sicherungen verbauen müssen.

Für den Inverter muss erstmal alles unter der Couch raus. Die bestellten Kabel sind ein wenig zu kurz und insgesamt ist der Einbau etwas improvisiert, aber am Ende passt alles, inklusive des Sicherungshalters, den wir letztens noch gekauft hatten. Der neue Inverter hat 1200W, viel mehr als der davor. Nun sollten wir kein Problem mehr haben. Vorher mussten wir immer aufhören die Laptops zu laden, wenn wir Sahne schlagen wollten(First World Problems). Die 1200W würden auch für vieles andere reichen. Chris will zuhause eigentlich schon immer eine Heißluftfritteuse haben, aber das ist dann vielleicht doch etwas zu viel der Dekadenz.😉

Chris beim Anschließen des Inverters und Bretti am Blogschreiben

Die Sonne versteckt sich heute viel hinter den Wolken, trotzdem ist es warm und Chris schwitzt beim Rumwerkeln sehr. So sehr, dass er die Werkzeuge kaum richtig halten kann und mit den schwitzigen Beinen auf dem Boden rumrutscht.

Zur “Abkühlung” laufen wir zum Schuster, um Brettis Wanderschuhe abzuholen. Praktischerweise haben sich die Wolken mittlerweile verzogen und die Sonne scheint wieder in voller Pracht auf den Beton der Straßen. Der Weg ist zum Glück nicht so weit und zurück am Auto gibt es zur Stärkung Kuchen. Wir entspannen noch etwas im Volvo und dann geht es auch schon wieder los. Wir haben uns bei einem Italiener mit Brettis Kumpel und seiner Freundin verabredet. Hier ist auch wieder alles sehr lecker und vollgefuttert machen wir uns ein letztes mal auf den Weg zur Wohnung. Wir können den ganzen Verpackungsmüll der Elektronik hier lassen und der Kater wird auch noch mal ausgiebig gestreichelt. Wir verabschieden uns auf bald, wo auch immer das dann sein mag.

Niagara Falls und ein Blick auf die USA

Heute soll es zu einem der Highlights Nordamerikas gehen, die Niagara Falls. Wie der Name verrät handelt es sich um mehrere Wasserfälle und der, den jeder immer direkt im Kopf hat, ist der Horseshoe Fall. Es sind noch ca. 100 km bis dahin und vorher gibt es erstmal Frühstück im Volvo.

Auf dem Weg fahren wir an Hamilton entlang und sehen sehr viel Industrie direkt am See. Die, die “früher” ihre Abwässer in den See geleitet hat. Wir folgen weiter dem Lake Ontario immer Richtung Osten und USA. Der Niagara River mit seinen Wasserfällen bildet die Grenze zwischen den USA und Kanada. So nah waren wir den Staaten auf dieser Reise noch nie. Der Horseshoe Fall ist vorerst auch der südlichste Punkt der Reise. Im Oktober wollen wir dann von Britisch Columbia nach Washington einreisen.

Es lohnt sich auf jeden Fall herzukommen. Es ist alles natürlich super touristisch, aber vor Ort verläuft sich das ganz gut entlang der Flusses. Wenn man bereit ist, etwas zu laufen, so ca. 300m extra, dann zahlt man auch nur 5-10C$ für das Parken und nicht 35C$ wie auf den offiziellen Plätzen. Wir hatten eigentlich überlegt die Bootsfahrt bis an den Fuß der Fälle zu machen, aber da hatten wir uns mit dem Preis vertan. Es kostet 50 anstatt 20C$ pro Person. Dafür kann man sich auch fünf Tageseintritte für einen National oder Provincial Park kaufen. Die Fälle sind auch vom Ufer aus sehr beeindruckend und die Bilder sprechen für sich selbst.

Amerikanische Seite mit den America Falls
Horseshoe Fall aus etwas Entfernung
Wasserfall von näher dran, mit der teuren Bootsfahrt
Am Abgrund

Zurück am Auto gibt es, wer hätte es anders gedacht, erstmal Kuchen. Wir wollen heute zu (noch un-)Bekannten, die arbeiten aber noch bis 17:00 Uhr. Wir entschließen uns, am Niagara Fluss entlang zu fahren und uns eine National Historic Site anzuschauen. Mit dem Nationalparkpass ist der Eintritt gratis. Wir folgen dem Fluss und auf der anderen Seite der Straße reiht sich Weingut an Weingut. Im Gegensatz zu Deutschland sind die Pflanzen hier nicht an Hänge gepflanzt, sondern ganz normal auf Feldern. Die stärkere Sonneneinstrahlung macht wohl ihr übliches. Am Fluss verläuft ein Fahrradweg durch einen schmalen Streifen Bäume, wo immer wieder Plätze zu einem Päuschen einladen, einige sind auch für Autofahrer zugänglich. Übernachten ist hier natürlich verboten, aber sie sehen schon einladend aus für eine Pause.

Angekommen am Fort George stellen wir fest, dass das Parken hier 10C$ kosten soll. Das ist genau so viel wie der Eintritt. Toll, wenn der Eintritt “umsonst” ist (den Pass haben wir ja auch bezahlt), aber alles andere extra kostet. Wir sind heute bockig und sehen nicht ein das Geld fürs Parken auszugeben. Also fahren wir zurück zu einem der Rastplätze am Fluss und legen uns auf die Wiese unter die großen Bäume. Hier entspannen wir bis wir uns auf zu unseren Bekannten machen.

Herzlich Willkommen bei Fremden

Die “Bekannten” kennen wir noch gar nicht persönlich. Es sind Verwandte eines Freundes von Bretti. Er hatte sie gefragt, ob wir vorbei kommen dürfen und sie haben zugestimmt. Entsprechend wissen wir nicht wirklich, was uns erwartet als wir auf die Auffahrt fahren. Mit unserem unauffälligen Auto werden wir sofort entdeckt. Es gibt noch eine Führung über das sehr schön angelegte Grundstück und schneller als wir schauen können sitzen wir mit einem kalten Bier im Garten mit Blick auf den Lake Ontario. Wir sitzen vor dem Bootshaus und sprechen über alles mögliche. Als sich der Nachmittag in den Abend wandelt, wird BBQ vorbereitet und es kommen noch zwei Freunde unserer Gastgeber vorbei. Es sprechen hier alle Deutsch, aber es wird ein lustiger Mix aus Englisch, Deutsch und wunderbarem Denglisch gesprochen. Nach einem Tischgebet gibt es ein sehr leckeres Essen. Bretti mag sogar ALLE Gemüsesorten, die es gibt. Als Absacker gibt es einen Eiswein von 2003. Der sei eigentlich weiß, hat über die Jahre aber eine bräunliche Farbe angenommen. Schmecken tut er trotzdem.

Als die Sonne im Lake Ontario untergeht verabschieden sich die Freunde und auch unsere Gastgeber wünschen uns eine gute Nacht. Wir schnappen uns noch ein Bier und schauen uns den Sonnenuntergang am Strand an. Man sieht von hier die Skyline von Toronto und langsam zeigen sich auch die ersten Sterne und Planeten am Himmel. Wir lassen den Abend Revue passieren und gehen zufrieden ins Bett.

Sonnenuntergang über Toronto

Ruhetag mit Garten

Wir haben nicht wirklich einen Plan wie lange wir hier bleiben wollen, das sei auch kein Problem. “Wir kennen uns ja jetzt aus” und sollen uns wie zuhause fühlen. Unsere Gastgeber sind heute den ganzen Tag unterwegs und wir treffen sie nur mittags für einen kurzen Schnack. Heute bleiben wir auf jeden Fall hier und genießen den Garten und den See.

Unser Auto steht im Vorgarten unter großen Bäumen und es ist dort sehr ruhig. Wir hätten eigentlich unten am See stehen sollen, aber unser Auto ist zu hoch für alle möglichen Durchfahrten. Wir versichern, dass wir dort wunschlos glücklich sind und schlafen recht lange aus.

Der Tag startet, wie alle unsere Pausentage mit ein paar Kleinigkeiten am Auto. Unser Abwassertank lässt sich nicht mehr leeren. Der Hahn🐓 ist der niedrigste Punkt am Fahrzeug und wir hatten etwas Sorge, dass er unsere Pfützendurchfahrt nicht überstanden hat. Nach kurzer Fehlersuche zeigt sich, ein kaputtes Kabel ist das Problem, was schnell behoben ist. Mit the right stuff von Samuel dichten wir noch das Mitteldifferenzial ab, das verliert minimal Öl, das sollte jetzt behoben sein. Auch die Benzinpumpe verliert Öl. Die hatte Chris vor der Reise noch getauscht, weil sie Benzin verloren hat. Die neue verliert kein Benzin mehr, aber dichtet nicht 100% zum Motor ab. Auch das versuchen wir mit der Dichtmasse in den Griff zu bekommen, mal beobachten.

Parken im Vorgarten

Bevor wir uns der Haupttätigkeit des heutigen Tages zuwenden, baden und Bierchen, helfen wir noch einem Bekannten der Gastgeber beim Zusammenbauen seines Katamarans. Dieser ist aus Carbon, aber für den Mast hat er dann doch gern ein Paar Hände mehr. Nach getaner Arbeit kann es dann endlich an den Strand gehen. Der Lake Ontario ist hier wärmer als noch in Kingston und man kann entspannt baden. Bevor wir die Biervorräte unserer Gastgeber verbrauchen, leihen wir uns ein Auto und fahren in die nächste Stadt zum Einkaufen. Unser “Leihwagen” ist ein E-Pickup. Fährt sich ziemlich gut und so wie Chris grinst macht ihm das Spaß. Er integriert sich hier schon ganz gut.

E-Pickup am Laden
Grinsender Chris am Supermarkt

Auf dem Weg zum Supermarkt stehen wir eine Weile an einer Klappbrücke über den Welland Kanal, dieser überbrückt mit 8 Schleusen 51m Höhenunterschied zwischen dem Lake Erie und Lake Ontario. Im Gegensatz zum Nord-Ostsee-Kanal zuhause, ist hier aber nur eine Brücke hoch genug, dass die Schiffe einfach unterdurch fahren können. Im E-Pickup mit Klimaanlage ist das Warten kein Problem.

Wieder zurück wird im Garten entspannt und der Blog geschrieben. Man kann es hier schon sehr gut aushalten. Als wir zur nächsten Abkühlung in den See springen wollen, schwimmt vor dem Strand ein Schwanenpaar mit Babies. Die Schwäne greifen alles an, was sich nähert. Nicht mal die ach so aggressiven Kanada Gänse haben da Bock drauf und verziehen sich. Entsprechend ziehen wir uns auf unsere Gartenstühle vor dem Bootshaus zurück, die Schwäne werden schon weiterziehen.

Bretti am Blogschreiben im Garten

Prince der Gärtner stellt sich uns vor. Er meinte, wenn jemand mit einer Machete im Garten rumläuft, sollte er sich zumindest vorstellen. Sehr rücksichtsvoll. Die Machete nutzt er als Mehrzweckwerkzeug für quasi alle Gartenarbeiten.

Nach einer Weile sind die Schwäne weiter weg und wir trauen uns ins Wasser. Nach einiger Zeit nähern sie sich uns wieder, verhalten sich aber absolut unauffällig. So ganz Geheuer ist uns die Sache nicht, aber es kommt zu keinem Zwischenfall.

Am See lässt sich die Wärme sehr gut aushalten und wir genießen den Aufenthalt hier schon sehr. Morgen soll es merklich abkühlen und bis zu 50l Regen geben. Das ist aber erst Morgen und so genießen wir einen warmen Abend am See mit wunderschönem Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang am Lake Ontario
Durchs 600mm Teleobjektiv sehen die ganz lieb aus
Sonnenuntergang ist vorbei und liefert sehr schöne Farben

Es heißt wieder Abschied nehmen

Heute heißt es von diesem schönen Ort mit seinen wunderbaren Menschen Abschied nehmen. Grundsätzlich könnten wir hier auch viel länger bleiben, aber die Weite Kanadas ruft und es ist sehr schlechtes Wetter die nächsten Tage angesagt. Es regnet schon ab dem Morgen und so verbringen wir nur noch wenig Zeit in dem schönen Garten am See. Wir trinken noch einen Kaffee im Bootshaus, während draußen die Welt untergeht. Wir bekommen noch eine Ausgabe des Buches über die Fluchtgeschichte eines Teils der Familie unserer Gastgeber geschenkt. Wie die fleißigen Leser schon bemerkt haben interessieren wir uns sehr für die Zeit um 1945 in Deutschland und da passt dieses Buch sehr gut rein. #NieWiederIstJetzt

Nach dem Abschied sprinten wir durch den Regen zum Auto und kommen ziemlich nass an. Manchmal macht der alte Schwede Probleme beim Anspringen, wenn es nass ist. Da es seit Stunden wie aus Eimern schüttet, muckt er heute auch besonders doll rum. Müssen wir weiter untersuchen. Am Ende springt er aber an und wir machen uns wieder auf Richtung Toronto und wollen dann weiter nach Norden zum Lake Huron.

Auf der sechsspurigen Autobahn ist auch am Sonntag viel los und bei jeder Auffahrt staut es sich. Es zeigt sich hier gut, dass mehr Straße nicht automatisch zu besserem Verkehr führt. Toronto wollen wir wegen unserer Erfahrung vom Hinweg weiträumig umfahren. Ein Einheimischer meinte zu uns: “In Toronto braucht man immer mindestens eine Stunde bis nach Toronto”. Stau ist also vorprogrammiert. Wir verlassen den Highway entsprechend irgendwann und fahren über die Landstraße Richtung Norden. Das ist natürlich nicht schneller, aber man hat mehr zu gucken. Die schachbrettartig angelegten Straßen ziehen sich schnurgerade durch die Landschaft und immer, wenn sie sich treffen, gibt es eine Kreuzung mit einem Stoppschild an jeder Straße. Diese “4-Way-Stopps” sind uns immer noch ein Rätsel. Viel ineffizienter kann man Verkehr doch nicht regeln. Naja irgendwann reicht es uns mit den Stopps und wir nehmen wieder Kurs auf den Highway. Bevor es die letzten 100km bis zum Stellplatz geht, holen wir uns noch Pizza. Wir bekommen zwar nicht die Pizzen, die wir bestellt haben, aber schmecken tun sie trotzdem gut. Um nochmal zu warten, sind wir mittlerweile zu hungrig.

Wir folgen dem Highway immer weiter Richtung Norden und die Landschaft wandelt sich wieder von Kulturlandschaft in die Natur, die wir von Kanada kennen. Die ganze Landschaft ist von Seen und Flüssen durchzogen, so wie man sich das vorstellt. Unser heutiger Übernachtungsplatz liegt auch in so einem Fluss, auf einer kleinen Insel. Wir sind hier an einer der vielen Schleusen, die mit den Seen und Flüssen ein riesiges Netz an Wasserstraßen bilden. Links rauscht der Fluss und rechts ist die historische Schleuse. So hört man den nahen Highway gar nicht. Wir machen noch einen kleinen Spaziergang und stellen fest, dass the Icebreaker, ein Eisladenschiff, noch offen hat. Es ist mittlerweile kurz vor 21:00 Uhr. Eine Laktase-Tablette später sind wir mit jeweils zwei Kugeln Eis unterwegs und schauen uns die Schleuse an. Wie sich an Spaziergang und Eis erkennen lässt, hat der Regen aufgehört und es ist noch richtig schön geworden. Wir beenden den Spaziergang und machen es uns im Volvo gemütlich. Die nächsten Tage werden alle lange Fahrtage. Wo es uns dann hin verschlägt, lest ihr nächste Woche.

Comments

2 responses to “Woche 13 | Teil 2: Sprühnebel und ein Hauch USA”

  1. Andy Avatar
    Andy

    Ich musste erst mal diese 4-Way-Stops googeln. Die würden mich absolut wahnsinnig machen.

    “Alle vier Ecken besetzt: Kommen vier Autos gleichzeitig an allen Seiten an, gilt das Prinzip „Rechts vor Links“ im Uhrzeigersinn. Ein Fahrer gibt per Handzeichen das Signal zum Starten, danach geht es nacheinander weiter.”

    Das kann ja nur schief gehen

    1. Bretti & Chris Avatar
      Bretti & Chris

      Das klingt ja noch schlimmer als die Erklärung die wir gefunden haben: “das Fahrzeug hat Vorfahrt.”

      Funktioniert natürlich Null

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