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  • Woche 12 | Teil 2: On the road again und die Probleme hören nicht auf

    Woche 12 | Teil 2: On the road again und die Probleme hören nicht auf

    Direkt vor der Halle haben wir eher mittelmäßig geschlafen, hier fahren auch alle LKWs vorbei, die hier nachts rumrangieren. Zusätzlich geht es um 7:30 Uhr am Auto weiter. Wir freuen uns auf die erste Nacht in der Natur…

    Wir beziehen wieder den Aufenthaltsraum, vermutlich zum letzten Mal. Auch wenn wir sehr froh sind, hier bald weg zu kommen, fühlt sich das schon komisch an nach der ganzen Zeit. Aber noch sind wir ja hier und holen uns ein ungesundes Frühstück beim Maxi um die Ecke.

    Um 9:30 Uhr kommt Samuel Freude strahlend vorbei, Motor läuft 4,5 bar Öldruck. Er hat eine kleine Probefahrt auf dem Hof gemacht. Nice, dass er eine Probefahrt macht, bevor die Bremsleitung repariert ist. Wie war das mit dem Arbeitsschutz? 😀 Die kommen als nächstes und sobald diese gemacht sind, macht Chris mit ihm eine Probefahrt auf der Straße. Bremsleitungen machen ist mit dem richtigen Werkzeug echt kein Hexenwerk.

    Die Probefahrt ist soweit erfolgreich und die beiden kommen wieder heil an der Werkstatt an.

    Jetzt ist erstmal Mittagspause und wir nutzen die Zeit zum einkaufen. Wir sind noch gar nicht darauf vorbereitet wieder ohne fußläufigen Supermarkt auszukommen.

    Während die Werkstatt die Rechnung und co fertig macht können wir euch zeigen, was jetzt genau kaputt war.

    kaputte Kurbelwellenlager

    Das sind zwei Kurbelwellenlager. In diesen dreht sich die Kurbelwelle und diese müssen immer gut geölt sein, damit keine Reibung entsteht. Damit das gut klappt wird mit Druck Öl durch die Löcher in die Rinne gedrückt und so wird die goldene Fläche immer schön geölt. Die Kurbelwelle hat mehrere dieser Lager und alle müssen genug Öl abbekommen. Löst sich an einem jetzt etwas vom Material, drückt sich an diesem Lager mehr Öl raus und die anderen Lager bekommen nicht mehr genug Öl ab. Generell wird im Motor Öl mit Druck an ganz viele Stellen gedrückt, damit alles schön geschmiert ist. Kommt jetzt irgendwo zu viel Öl raus, bekommen die anderen Stellen nicht mehr genug ab. Um zu überwachen, ob alles genug Öl bekommt, misst man den Druck, mit dem das Öl durch den Motor gedrückt wird und zeigt das im Cockpit an. (Oder nur mit einer Warnleuchte, wenn dieser Druck zu niedrig ist). Sinkt der Öldruck kann das, wie bei uns, auf kaputte Kurbelwellenlager hindeuten und bis zur Zerstörung des ganzen Motors führen. Soweit Samuel das sagen kann, ohne den ganzen Motor zu zerlegen, sieht der Rest des Motors gut aus.

    Das Problem mit den Lagern der Kurbelwelle hatten wir schon bei unserem letzten Ölwechsel festgestellt. Damit bleibt man auch nicht liegen, man sollte es aber zeitnah untersuchen. Liegen geblieben sind wir wegen folgendem.

    Am Ende des Schaltgetriebes und am Anfang des Verteilergetriebes sitzen zwei Zahnräder, die ineinander greifen.

    Zahnrad am Schaltgetriebe
    Zahnrad im Verteilergetriebe

    Das Zahnrad des Schaltgetriebes steckt in dem des Verteilergetriebes. Wie man auf der Außenseite des ersten und auf der Innenseite des zweiten gut sieht, sind diese stark abgenutzt. So doll, dass dort keine Kraftübertragung mehr statt gefunden hat. Wenn keine Kraft vom Getriebe aufs Verteilergetriebe übertragen wird, bewegt sich das Auto nicht mehr vorwärts.

    Die Ursache dafür waren zwei kaputte Kugellager im Verteilergetriebe.

    Kugellager aus dem Verteilergetriebe

    Wie auf dem Bild zu sehen, sind alle Kugeln im Lager an einer Seite zusammen. Die sollen aber eigentlich gleichmäßig verteilt sein. Sitzen die Kugeln nicht mehr an ihren richtigen Stellen, fängt der Ring in der Mitte an zu wackeln. Das führt dazu, dass die Welle, auf der auch das zweite Zahnrad sitzt, ganz leicht Spiel bekommt. Mit diesem kleinen Spiel greifen die Zahnräder nicht mehr sauber und verschleißen so mit der Zeit.

    Die Zahnräder und Kugellager sind nun neu und haben kein Spiel mehr. Zusätzlich wurden noch alle möglichen Dichtungen an den Getrieben und am Motor erneuert. Insgesamt führt das zu einem Haufen Altmetall und einer hohen Werkstattrechnung.

    Knapp 1000€ Altmetall

    Insgesamt haben wir 4.100€ an die Werkstatt gezahlt. 2.500€ für das Getriebe und 1.600€ für die Kurbelwellenlager. Wir hätten ehrlich gesagt mit mehr gerechnet, der Chef meinte sie sind uns etwas entgegen gekommen wegen der langen Wartezeit. Dazu kommen noch 410€ für die Kardanwellenlagerteile. Das teuerste dabei ist eine neue Ölpumpe, diese war tatsächlich doch gar nicht kaputt, also haben wir jetzt eine Ersatzpumpe dabei. 895€ haben wir für Getriebeteile ausgegeben, davon sind alleine 600€ das große Zahnrad. Im nächsten Leben werde ich wohl Zahnräder für Oldtimer herstellen. 5.595€ macht das insgesamt. Das ist natürlich viel Geld, aber solche Reparaturkosten haben wir eingeplant, nur den Monat Zeit gibt uns leider keiner zurück.

    Unser Werkstattaufenthalt neigt sich nun nach 25 Tagen dem Ende zu. Wir zahlen unsere Rechnung, bekommen noch zwei Aufkleber für unsere Aufkleberwand. Danach hatten wir extra gefragt, ist (hoffentlich) der Ort auf unserer Reise, wo wir (unfreiwillig) am meisten Zeit verbracht haben. Samuel fängt uns noch am Auto ab, er hat noch Getriebedichtmasse für uns. Die hatte er uns noch empfohlen und schenkt uns die angefangene Kartusche. Das sei “the right stuff“, um sowas abzudichten.

    Man wusste nicht so richtig wie man sich verabschieden soll. Wir haben schon recht viel Zeit zusammen verbracht, aber kennen tut man sich ja auch nicht. Das sieht man auch den Mitarbeiteries der Werkstatt an. Wir sollen uns mal melden und Fotos schicken, sagen sie. Das nehmen wir uns auf jeden Fall vor. Mit einer sonderbaren Gefühlslage sind wir wieder on the road.

    Das wichtigste ist uns heute von diesem Werkstatthof weg zukommen und nachts keine Kühlaggregate zu hören. Entsprechend reißen wir noch 130 km nach Montmagny ab. Hier gibt es einen kleinen Wasserfall, den wir uns anschauen wollen. Auf dem Parkplatz stellen wir fest, dass unsere Standheizung läuft. Die ist scheinbar einfach angegangen. Wir schalten sie erstmal aus und wollen es beobachten.

    Mini Wasserfall

    Am Wasserfall dürfen wir nicht stehen, aber die Stadt hat einen kostenfreien Womoplatz. Nicht schön aber pragmatisch. Dort angekommen läuft die Standheizung schon wieder. Kurz entschlossen ziehen wir die Sicherung. Nach dem ganzen Werkstattaufenthalt ist das erstmal ein Problem für Morgen.

    Um zu feiern, dass wir wieder unterwegs sind, hatten wir uns eine Flasche Rosé-Sekt gekauft. Der war nicht nur sehr teuer sondern schmeckt auch noch besonders schlecht. Naja, es geht ja um das Symbol. Wir freuen uns, wieder unterwegs zu sein und haben einen sehr entspannten Abend.

    Der erste Tag wieder on the road

    Am nächsten Morgen werden wir von unserem Dachlüfter geweckt, der immer ganz kurz angeht. Scheinbar spinnt jetzt unsere ganze Elektronik im Aufbau. Auch hier ziehen wir erstmal die Sicherung.

    Zwar unsanft geweckt, dafür wird noch dekadenter als sonst gefrühstückt, denn wir gehen Frühstücken. Es gibt hier ein Bretonisches Café die Pâtisserie l’Epi d’Or Café Breton. Zuerst gibt es klassische Gallettes und dann nehmen wir noch eine Auswahl vom Kuchenbuffett mit. Am liebsten hätten wir alles mitgenommen. Klassisch französisch packen wir noch ein Baguette und ein Croissant ein.

    Wir fahren diesmal an Québec City vorbei. Auf dem Highway gibt es vor uns eine Unfallstelle auf der linken Spur. Rettungsgasse gibt es nicht und so muss sich jedes Notfallfahrzeug einzeln durch den dichten Verkehr schlängeln. Ein Feuerwehrfahrzeug hält 300 m vor der Unfallstelle und zündet am Straßenrand Bengalos, als Warnung? Warndreieck oder ähnliches kennen die hier wie es aussieht auch nicht. Es ist etwas stressig, aber auch spannend. Der Unfall war zum Glück nicht so schlimm und so sind wir auch bald an der Stelle vorbei. Wenn jemand den Verkehr geregelt hätte, wäre das sicher viel schneller gegangen.

    Wir schrubben nun weiter Kilometer runter bis Montreal.

    Der Wal und wir on the road again

    Irgendwann hat der Volvo Zündaussetzer. Die Sicherung zwischen Lichtmaschine und Batterie ist kaputt und so wurde die Batterie seit einer Weile nur noch über die Solaranlage geladen. Das erklärt auch unsere Elektronikprobleme, die Aufbaubatterie ist vermutlich komplett leer. Unser Batteriewächter zeigt das nicht an. Der scheint, wenn er keinen Strom bekommt, einfach wieder bei 100% Akku anzufangen… Wir halten auf einem Rastplatz und Chris liegt erstmal unterm Auto im Regen und schaut sich die Lichtmaschine an. Er hatte die Sicherung schon mal gegrillt, als er mit einem Werkzeug den Pluspol kurzgeschlossen hatte, war das in der Werkstatt vielleicht wieder passiert? Immerhin scheint kein Dauerhafter Kurschluss vorzuliegen und wir tauschen erstmal die Sicherung. Die Innenraumbatterie wird beim Losfahren mit 40a geladen, so soll das sein.

    Nach kurzer Zeit geht die Batterie Warnleuchte wieder an. Die hatte vorher schon ganz leicht geleuchtet, hatten das erstmal auf ein Masseproblem geschoben, wars scheinbar nicht. Wir halten wieder an und jop die Sicherung ist wieder durch. Das sind 80a Sicherungen, also doppelt so hoch wie der gemessene Ladestrom, sehr sonderbar, dass die kaputt gehen. Es hilft alles nichts, also ab zum nächsten Canadian Tire, wir haben nur noch eine Ersatzsicherung. Lieber vorm Laden liegen bleiben als mitten auf dem Highway.

    Angekommen, essen wir erstmal den leckeren Kuchen aus dem Café von heute morgen. Nervennahrung, so viel Zeit muss sein. Dann messen wir erstmal alles durch, so direkt gibt es keinen Kurzschluss. Um die Lichtmaschine zu testen, muss die letzte Sicherung eingelegt werden. Im Stand sieht alles gut aus. Batterie wird geladen und die Ladespannung ist mit 28V auch richtig(wir haben eine 24V Batterie). Wir setzen zur Probefahrt auf dem Parkplatz an und die Sicherung ist direkt durch. Alles sehr sonderbar, aber nun brauchen wir erstmal neue Sicherungen und gehen in den Laden.

    Das Personal ist leider maximal unhilfreich. Sie schauen auch nur auf ihre Webseite und diese ist leider sehr schlecht, da hatten wir schon selber geschaut. Nach etwas stöbern finden wir große Sicherungen. Unsere gibt es hier natürlich nicht, aber immerhin andere große, inklusive Sicherungshalter. Leider wissen wir nicht wie viel Strom unsere Lichtmaschine liefert, die Originale ist auf jeden Fall nicht mehr verbaut und es steht kein Typenschild drauf. Wir kaufen eine 175a Sicherung, viermal soviel Strom wie gemessen. Wenn die durchbrennt, scheint irgendwie ein Kurzschluss zu entstehen. Zusätzlich haben wir noch eine 100a Sicherung inklusive Halter gekauft, um unseren zu ersetzen, aber erstmal testen wir mit der Großen.

    Improvisierter Sicherungshalter. Rechte Klemme hält Kabel und Sicherung zusammen.

    Mit dem improvisierten Sicherungshalter fahren wir eine Runde im Kreis auf dem Parkplatz. Bretti fährt und Chris sitzt hinten und beobachtet seine Konstruktion. Alles funktioniert wie gehofft. Die Lichtmaschine scheint heil zu sein. Chris hatte vorher, noch den Regler der Lichtmaschine getauscht, der Alte scheint aber nicht das Problem gewesen zu sein. Der Regler kümmert sich darum, dass die Batterie die richtige Spannung zum Laden bekommt. Naja jetzt wissen wir immerhin, dass unser mitgenommenes Ersatzteil passt und der alte wandert in die Ersatzteilkiste. Die Theorie ist bisher: dadurch, dass die Innenraumbatterie leer ist, zieht sie kurzzeitig so viel Strom, dass die Sicherung das nicht packt. Die extra große scheint das ja abzukönnen.

    Lichtmaschinenregler wechseln auf dem Canadian Tire Parkplatz

    Nach unserer Parkplatz-Probefahrt starten wir wieder Richtung Montreal. Bretti fährt und Chris bleibt hinten sitzen. Wir haben da einen dritten Sitz mit Anschnaller und durch unsere Headsets können wir ganz entspannt quatschen. Erst bleiben wir auf der Landstraße und nach dem alles unauffällig bleibt, geht es wieder auf den Highway. Die Konstruktion hält besser als gedacht. Während der Fahrt bestellt Chris schon mal einen Sicherungsautomaten, der das Provisorium ablösen soll. Unser Inverter wartet ja noch auf uns in Hamilton und für den benötigen wir auch noch Teile. Das ganze wird durch diesen Einheiten-Wahnsinn hier erschwert. In Europa hätte man die benötigten Kabel in mm für den Durchmesser, m für die Länge und wieder mm für die Größe der Anschlüsse angeben. Das wäre aber viel zu einfach. Der Durchmesser wird in AWG (american wire gauge) angegeben, 0 ist hier übrigens das größte. Die Länge ist in Fuß und die Anschlüsse in Zoll. Ganz einfach eben.

    Wir kommen ohne weitere Zwischenfälle an unserem Übernachtungsplatz bei Montreal an. Die Stadt lassen wir links liegen und stehen an einem Park im Außenbereich. Es ist recht schwierig, hier schöne Plätze zu finden, aber hier kann man es aushalten. Wir machen noch einen Spaziergang durch den Park und die nähere Umgebung und dann geht es zurück in den Volvo, um den Abend ausklingen zu lassen.

    Skyline Montreal am anderen Ufer des St Lorenz Stroms
    Spaziergang im Außenbereich von Montreal

    Wir verlassen Québec

    Heute verlassen wir nach dieser langen Zeit die Provinz Québec. Da wir nicht wissen, ob in Ontario, der nächsten Provinz, Bier auch so “günstig” ist, geht es nochmal einkaufen. Vorher wird noch die Elektroimprovisation upgegradet(hält mittlerweile schon seit für ca. 900 km) und auf geht es.

    Wir stoppen bei einem SAQ (Société des alcools du Québec), ein Alkoholgeschäft, was aber irgendwie kaum Bier verkauft. Es gibt nur Import-Bier. Darunter befindet sicher Super Bock, das ist ein portugiesisches Standard Bier. Auf unserer Portugal Tour, hatten wir das gerne getrunken und nehmen deswegen zwei mit. Nachdem wir weitergezogen sind, fällt uns auf, dass der Einkauf schon recht teuer war. Vermutlich haben wir anstatt zwei Bier, den Preis für zwei Sixer bezahlt. War dann doch gar nicht so günstig wie gedacht. Naja, zurück fahren tun wir dafür auch nicht und weiter geht’s zum Lake Ontario.

    Wir sind schneller als erwartet in Ontario und machen eine Pause bei Tim Hortens. Wir hatten vor unserer Panne extra Thermobecher gekauft, um nicht immer Pappbecher nutzen zu müssen. Wir haben vermutlich jetzt schon unser Einwegpappbecher-Kontingent für unser Leben aufgebraucht. Diese unnötige Müllproduktion soll jetzt ein Ende haben. Bei Brettis Kakao funktioniert das sehr gut, Chris koffeinfreier Kaffee landet erst im Pappbecher. Vielleicht hat es auch an der Kommunikation gehapert, nach der ganzen Zeit im französisch sprechenden Quebec ist das Englisch etwas eingerostet. Naja immerhin 50% Müllvermeidung. Der mittlere Kaffee kostet hier nur 1,13€ und schmeckt gut, da kann man nicht meckern.

    Tanken ist in Ontario auch wieder etwas günstiger 1,14€ für einen Liter Superplus. Fast wieder an unserem Planungswert von 1,10€. Anmerkung aus der Redaktion: Ist natürlich schon wieder teurer geworden…

    Wir sind jetzt ziemlich nahe an der Grenze zur USA unterwegs und es hängen vermehrt kanadische Flaggen und “Proudly Canadian” Schilder überall. Ob es da einen Zusammenhang gibt?

    Kanada mag Flaggen

    Es gibt hier in einem Ort, ein gratis Freibad mit Duschen, dort würden wir uns gerne erfrischen. Leider ist hier noch Offseason und der Pool öffnet erst Ende Juni.

    Chris bekommt seine Erfrischung dann aber beim Wasserauffüllen, durch einen bewegungsgesteuerten Wasserhahn. Dieser hat sich zur Aufgabe gemacht, jede Person nass zu spritzen, die sich ihm nähert.

    Es ist heute sehr warm und sonnig, deswegen testen wir mit der Kühlung von uns und dem Auto rum. Grundsätzlich sollten wir keine Probleme mit einem überhitzenden Motor bekommen, denn wir können ja immer den Koffer hinten heizen. Aber das sollte ja nicht der Standard werden, denn abends soll es da drin ja auch wieder kalt werden. Also testen wir die Kombinationen aus Heizung und Wasser erwärmen durch und beobachten die Kühlmitteltemperatur. In Deutschland auf unseren wenigen Sommertouren war das nie ein Problem, in Kanada kommen wir mit abgeschalteter Heizung schnell über 90°C Kühlmitteltemperatur. Das ist für den Motor kein Thema, aber die hohen Berge der Rocky Mountains warten ja auch noch auf uns und dafür wollen wir vorbereitet sein. Auf dem Highway mit unseren 70 km/h Reisegeschwindigkeit finden wir einen Kompromiss zwischen Motor und unserer Wärme. Das größte Thema für uns ist auch eher die Sonne, die direkt durch die Fenster scheint und weniger die warme Luft der Heizung. Die nächsten Tage sind bis zu 30°C und Sonne satt angesagt, deswegen planen wir Morgen auch einen Pausetag am See ein.

    Wir fahren heute nach Kingston(nicht das in Jamaika), das liegt hier in guter Gesellschaft zwischen Alexandria, Verona und Athen. Es gibt hier wie gesagt nicht viele schöne Plätze, auch dieser liegt direkt am Flughafen, der soll aber nicht sehr belebt sein. Nur vor Golfbällen vom benachbarten Golfplatz soll man sich in acht nehmen.

    Angekommen am Lake Ontario gehen wir direkt baden und genießen diesen wunderschönen Platz. Zwischendurch weichen wir einer Gänsefamilie aus, wenn man dem Internet glaubt, das aggressivste Tier Kanadas.

    Das aggressivste Tier Kanadas

    Auf der Straße und am Flughafen ist bis abends noch gut Betrieb, aber das beruhigt sich in der Nacht wieder. Wir können uns ehrlich gesagt keinen besseren Platz für unseren ersten Pausetag nach unserem langen Werkstattaufenthalt wünschen. Auch wenn es schon wieder etwas mehr Action als nötig gab, sind wir froh, wieder unterwegs zu sein. Wie es weiter geht, lest ihr dann nächste Woche.

    Karte der Woche(jetzt lohnt sich das ja auch wieder)