Wir hatten eine ruhige Nacht mitten in Québec. Zwischendurch haben ein paar Jugendliche die laue Nacht genossen und waren laut, sie wurden dann aber zügig durch auftauchendes Blaulicht vertrieben. Uns im Auto hat vermutlich niemand bemerkt. Der ganze Morgen ist verregnet und so machen wir uns im Regen auf zu unserem Frühstück. Wir hatten online einen Tisch im Au Petit Chalet reserviert. Das ist eine kleine Kette mit typisch kanadischem Essen. Entsprechend gab es ein sehr “gesundes” Frühstück: Poutine (dicke Pommes mit Bratensoße und Käse) dazu Sauce Hollandaise mit Rührei, Bacon und Knobibrot. Als süße Ergänzung gab es noch Crêpe mit Apfel und Ahornsirup. Wir haben uns zwei normale Portionen geteilt und es war wie immer viel zu viel. Dazu gab es für Chris Kaffee, der war zwar nicht so gut, dafür aber unschlagbar günstig. Für 2C$(1,2€) gab es unendlich viel Kaffee.
Voll gefuttert machten wir uns durch den Regen zurück zum Auto. Québec hat überall alte Gebäude, praktisch wenn nicht alles in einem Weltkrieg zerbombt worden ist und so kamen wir auch noch an diesem Schlösschen vorbei.

Während wir frühstücken waren ist auch unser Paket in Québec angekommen. Wir müssen 50€ Zoll und Steuern bezahlen. Im Gegensatz zu den anderen Paketen aus den USA, steht bei DHL nur, dass wir eine Gebühr bezahlen müssen, aber nicht wo. Während Bretti uns zurück zum Volvo fährt, ärgert sich Chris mit den verschiedenen DHL Webseiten rum. Am Ende ist die Gebühr bezahlt und nachdem wir das Auto abgegeben haben, taucht das auch im Paketstatus auf. Jetzt kann die Auslieferung ja nicht mehr lange dauern.
Zurück auf unserem “Campingplatz” passiert nicht mehr viel spannendes. Nachdem alles wieder eingeräumt ist, macht Chris noch einen Zitronenkuchen und wir genießen unser Zuhause. Gerade mit dem ganzen Regen heute, sind wir sehr froh über die Größe unseres mobilen Zuhauses.
Waschtag again
Wir wollen uns heute wieder ein Auto von der Werkstatt leihen, um Wäsche zu waschen. In dem Zuge informiert Bretti die Werkstatt auch, dass das Paket schon in Québec durch den Zoll sei und eigentlich zeitnah ankommen müsste, ist ja Express-Versand und so. Sie seien bereit und würden, wenn die Teile da sind, direkt mit dem Getriebe anfangen und danach das Auto reinholen.
Dieses mal bekommen wir nicht so einen modernen Flitzer sondern einen etwas runter gerockten Kia. In der Frontscheibe ist ein riesiger Riss, aber immerhin fällt nichts ab. Man sieht auf den Straßen hier schon sehr mitgenommene Fahrzeuge. Fehlende Karrosserieteile, kaputte Scheiben und co scheinen hier kein Problem zu sein.
Wir fahren wieder zum Rasthof und können wieder sehr günstig waschen.

Zurück am Volvo hängen wir die Sachen, die nicht in den Trockner können, in der Fahrerkabine zum Trocknen auf, die braucht ja gerade eh keiner und dient als Abstellkammer.
Es wird noch etwas Grundputz erledigt und Kuchen gegessen. Bevor es wieder regnet machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch “unser Viertel”. Den Rest des Tages wird entspannt, gelesen und gedaddelt.
Paketstatus Chaos
Die Temperaturen kühlen leider wieder merklich ab. Heute sind nur 12°C und Morgen nur 9°C angesagt. Dazu gibt es immer wieder Regen und kaum Sonne. Das sorgt leider auch dafür, dass unsere Wäsche kaum trocknet. So wirklich schlimm ist das aber nicht, wir haben ja Zeit. So verbringen wir den Tag wie der letzte aufgehört hat mit lesen, daddeln und co. Mal im Volvo, mal im Warteraum der Werkstatt, Abwechslung (und unbegrenztes Internet) muss sein.
Das einzige spannende ist der Status unseres Paketes. DHL ist recht informativ, was mit dem Paket passiert. So sehen wir heute, dass das Paket gestern sortiert wurde und die DHL-Anlage in Québec verlassen hat. Mittwoch ist es dann in der “Zustellbasis” angekommen, um 5 Minuten später wieder in der Sortieranlage in Québec anzukommen. Im Laufe des Tages wird es dann an einen Drittanbieter weitergeleitet, um nachmittags noch zwei Mal in der DHL-Anlage in Québec einzutreffen. Wir sind sehr gespannt, ob das Paket die letzten 200km zu uns jemals schafft. Es ist recht bezeichnend, dass DHL das Paket aus Bordesholm bis nach Québec und durch den Zoll innerhalb von 3 Tagen bekommt, aber dann mehrere Tage benötigt, um es zuzustellen. Wir hätten das Paket in Québec sonst auch abgeholt. Naja man merkt wir sind etwas genervt.
Wenn man genervt ist, hilft nur eins: Kuchen. Also backt Chris wieder Zitronenkuchen. Zu unserer Verteidigung muss man sagen, dass der erste Kuchen nur 2/3 des Rezeptes war😇 Diesen Fehler wiederholen wir nicht, auch wenn unser Omnia Ofentopf dafür eigentlich etwas zu klein ist. Naja Kücheputzen ist eh wieder mal fällig. Der Tag endet mit einem Drei-Gänge-Menü aus Nudeln mit Tomatensoße von gestern, Lauch-Hack-Creme-Suppe und Zitronenkuchen.

Ein Paket ist erschienen
Auch wenn der Paketstatus das nicht anzeigt, kommt das Paket morgens wirklich an. Somit sogar einen Tag schneller als anfangs angegeben und hat jetzt genau so lange nach Québec gebraucht wie von Québec zu uns. Naja hoffentlich ist alles dabei und passt auch. Sonst passiert hier nicht viel. Natürlich lässt die Werkstatt nicht direkt alles stehen und liegen und fängt mit unserem Getriebe an, sondern es geht erst Montag los. Immerhin haben wir Hoffnung, nur noch dieses Wochenende hier auf dem Platz zu verbringen, drückt uns die Daumen. Wir nehmen noch ein paar andere Sachen aus dem Paket, so können wir am Wochenende noch andere kleine Arbeiten am Volvo machen.
Wir verbringen Donnerstag und Freitag so wie die letzten Tage. Wir hören zwischendurch immer recht viel Podcast. Dabei spielt Chris Minesweeper, wobei er immer wieder flucht, weil er eine Bombe erwischt. Natürlich nicht weil er sich vertut, sondern weil das markieren von Bomben auf dem Tablet einmal lange drücken ist, was eher mittelmäßig gut funktioniert. Dass das daran liegt, glauben wir jetzt mal.
Wir wären ja kein Foodblog, wenn nicht auch schon die nächste Schlemmerei anstehen würde. Deswegen legt Bretti Tofu und Paprika in einer Butterchickensoße für Morgen ein.
Samstag ist Arbeitstag
Heute wollen wir ein paar kleine Projekte am Volvo umsetzen. Das Wetter ist sonnig und angenehm warm. Wir organisieren noch ein paar Dinge im Baumarkt nebenan und dann geht es los. Bretti baut eine Regenrinne für unsere Motorabdeckung. Der Motor sitzt genau unter dem Spalt zwischen Fahrerkabine und Wohnkoffer. Dass das bei Regen nicht optimal ist, war auch den Fahrzeugdesignern bei Volvo klar, also haben sie eine Abdeckung gebaut, wodurch der Regen abgeleitet werden soll. Diese ist aber unserer Meinung nach zu kurz und so läuft der Regen auf das hintere Ende des Motors. Dem Motor ist das vermutlich egal, aber da sitzt auch der Zündverteiler. Elektronik und Wasser sind auf Dauer keine super Kombination. Wir haben schon viel überlegt und Bretti setzt das nun in die Tat um. Mal schauen wie gut das funktioniert, der nächste Regen wird schon kommen.

Chris lackiert währenddessen ein paar Stellen mit der geschenkten Farbe nach und checkt die Ölstände in den Portalgetrieben und den Differenzialen. Alles unauffällig, außer dass ein Portal weniger Öl hat. Das wird nachgefüllt und nun regelmäßig überprüft. Direkt scheint das Öl zumindest nicht rauszulaufen. Dabei tropft Chris ein bisschen Öl in den Bart, gut dass er den Geruch mag. Bretti eher nicht so.
Das Wetter ist gut, deswegen darf auch in der Sonne entspannen nicht zu kurz kommen. Nach 1-2 Bierchen zerlegt Bretti noch den Schrank, in dem unser Wassertank steckt, um zu schauen, ob sich dort Schimmel/Feuchtigkeit ausbreitet. Hier ist aber alles wunderbar trocken. Schön, dass es auch mal positive Nachrichten gibt.




Durch das warme Wetter ist unsere Wäsche auch endlich trocken, aber wir genießen lieber das Wetter. Die Wäsche hängt da morgen ja immer noch.
Sonntag oder eher ein ohne Sonne Tag
Nach dem arbeitsreichen Tag gestern, gehen wir es heute ruhig an. Es ist auch wieder regnerisch also bleiben wir im Auto. Wir schreiben diesen Blogbeitrag, sortieren Fotos, es wird etwas geputzt und Chris macht mal wieder Applecrumble. Die von uns gekauften Äpfel schmecken leider nicht so dolle, aber für Kuchen wird es schon gehen.
Unsere Pumpe läuft wieder immer mal an, entsprechend kommt irgendwo Luft ins Wassersystem. Das hatten wir am Anfang der Reise die ganze Zeit, aber das hatte vor ein paar Wochen aufgehört. Da es an keiner der Verbindungsstellen undicht ist, wissen wir auch nicht wirklich, was wir damit anfangen sollen. Entweder ist der Schlauch irgendwo ganz leicht undicht, wo wir den nicht sehen oder die Wasserhähne sind minimal undicht. Bei beidem können wir nicht wirklich was machen. Also weiter beobachten. Im Laufe des Sonntages bringen immer wieder Leute ihren Müll hier auf dem Platz vorbei und werfen den in die Container der Werkstatt. Da ist alles bei, vom normalen Hausmüll bis zum Autokindersitz. Die Container sind videoüberwacht, entsprechend scheint es die Werkstatt nicht zu stören. Spannend zu beobachten, was hier so angeschleppt wird, ist es trotzdem.
Mit einem Foto vom Schoko Apple Crumble entlassen wir euch nun für diese Woche. Auf dass wir nächste Woche wieder spannenderen und vielleicht sogar reisebezogenen Content liefern können.











































































