Woche 12 | Teil 1 : Licht am Ende der Werkstatthalle?

Foto vom Getriebe

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Der Montag startet für uns wie immer. Ausschlafen, Frühstück und der Gang zur Werkstatt, Toilette nutzen und Wasser auffüllen. Während wir entspannt starten ist Samuel der Mechaniker schon fleißig, so dass das Verteilergetriebe schon fertig ist, als wir um 15 Uhr in der Werkstatt den Ablauf der nächsten Tage besprechen wollen.

Soweit so gut und weiter geht es mit dem normalen Getriebe, dort werden auch einige Dichtungen getauscht und das Öl wird gewechselt. Wir machen es uns wieder im Aufenthaltsraum gemütlich und harren der Dinge, die da kommen.

Kleines Nickerchen

Generell ist der Plan, dass Montag und Dienstag die ganzen Getriebe und die Kupplung einbaufertig gemacht werden und Mittwochmorgen dann das Auto in die Halle kommt. Mittwoch auf Donnerstag werden wir uns auch eine Unterkunft suchen, damit das Auto in der Halle bleiben kann. Im best case ist es dann Donnerstag schon fertig. Wenn das nicht klappt, schieben sie den Volvo Donnerstagabend nochmal raus und wir schlafen wie gewohnt auf dem Werkstatthof. Freitag sollte dann wirklich alles fertig werden.

Bis dahin ist für die Werkstatt noch viel zu tun und es startet nicht so gut, es fehlt eine Dichtung. Wir wissen noch nicht, ob wir die vergessen haben zu bestellen oder ob die zwischendurch verloren gegangen ist, aber die Werkstatt hat diese vorrätig also gibt es nur eine kurze Verzögerung. Samuel zeigt uns zwischendurch ein paar Bilder von seiner Arbeit, ist alles eine ganz schöne Sauerei. Es war scheinbar auch ordentlich Wasser im Getriebe, kein Wunder, wenn es undicht ist, sollte aber alles weiter kein Problem sein.

Sonst passiert Montag nicht viel, wir nutzen das gute Wetter für einen Spaziergang durch “unser Viertel”. Mittlerweile blüht es hier ordentlich, man merkt es ist einige Zeit vergangen seit wir hier zum ersten Mal lang gegangen sind…

TODO Foto einfügen Viertel/Blumen

Dienstag

Der Tag heute läuft wie der gestrige. Nachmittags sind alle Getriebe und die Kupplungsglocke fertig für den Einbau. Der startet dann Mittwoch um 7:30 Uhr, damit wir nicht mehrere Nächte im Hostel verbringen müssen. Ehrlich gesagt wäre es uns lieber wenn sie dafür ein paar Stunden früher fertig sind, aber gut. Die Hostelübernachtung kostet uns weniger als eine Arbeitsstunde, fällt also kaum ins Gewicht.

Der Getriebestrang in voller Pracht

Wie auf dem Bild zu sehen, sitzt rechts später die Kupplung und der Motor. Der Block dahinter ist das normale 4+1 Getriebe (4 Vorwärts- + 1 Rückwärtsgang) und das Breite dahinter ist das Verteilergetriebe, welches den Schaden hatte. Von dem gehen dann zwei Kardanwellen ab. Eine nach vorne und eine nach hinten. Der ganze Apparat sollte uns nun hoffentlich keinen Ärger mehr machen.

Der Auszug

Wir schlafen diese Nacht eher schlecht. Es ist wieder recht laut und wir sind natürlich aufgeregt. Wie es sich für Klischee-Deutsche gehört sind wir um punkt 7:30 Uhr fertig (eigentlich sogar schon vorher) und ziehen mit Sack und Pack erstmal in den Aufenthaltsraum. Hier werden wir die Zeit bis zum Einchecken ins Hostel um 16:00 Uhr verbringen. Wir haben uns für die Auberge Internationale entschieden. Es ist die einzige Möglichkeit, die nicht direkt an einer der großen Umgehungsstraßen liegt. Nachdem wir die Übernachtung gebucht haben, gehen wir mittags in den Supermarkt unseres Vertrauens und organisieren “Frühstück”. Fertige Pizzabrote, Energydrink für Chris und Kakao für Bretti, sehr gesund mal wieder.

Frühstück vor dem Supermarkt
Volvo in der Werkstatt, inklusive Samuel dem Mechaniker. Fotografiert aus dem Aufenthaltsraum

Wir können uns wieder ein Auto von der Werkstatt leihen und wollen uns gegen 15:40 Uhr auf den Weg in die Innenstadt machen. Kurz vorm Losfahren, fällt uns auf, dass unsere Führerscheine noch im Volvo sind. Also schauen wir noch kurz bei Samuel und dem Volvo vorbei. Er hat mittlerweile die Kurbelwellenlager ausgebaut und hier sieht man eindeutig, wo die Späne herkommen. Das ist eine gute Nachricht, somit scheint sich erstmal nichts anderes im Motor aufzulösen.

Angekommen im Hostel checken wir schnell ein und gehen erstmal duschen.

Hostelzimmer mit Bretti

Wieder frisch und sauber geht es in die Stadt, um ein paar Bierchen zu trinken. Wir waren hier ja schon mal unterwegs und hatten es da aber nicht noch zur Brauerei Aux Fous Brassant – Microbrasserie geschafft. Ein paar der Biere hatten wir aber schon probiert und waren nun neugierig auf die weiteren Sorten. Es waren nicht alle ausprobierten Sorten ein Glücksgriff, aber insgesamt eine klare Empfehlung. So saßen wir hinter der Brauerei unter Bäumen auf der Terrasse und haben das wunderbare Wetter genossen. Bevor es zurück zum Hostel geht, überfressen wir uns noch maßlos an Poutine, Burger und Steak.

Lecker Bierchen

Während wir vollgefuttert auf unserem Bett chillen, hören wir ein regelmäßiges Geräusch vom naheliegenden Sportplatz. Neugierig geworden gehen wir rüber und sehen ein “Eishockey Spiel”. Der Sportplatz ist eine Eisbahn und das Geräusch ist der Pausengong. Es sind 25°C entsprechend gibt es hier momentan kein Eis, sondern die Spieleries laufen auf Plastik-/Gummiboden. Es ist sehr spannend zuzuschauen, obwohl wir keine Ahnung von Eishockey haben. Da wir immer noch sehr voll gefressen sind, machen wir uns nach dem Spiel wieder auf ins Hostel und schauen im Bett noch etwas Serie. Mit der Hoffnung, dass unser Auto bald wieder fahrfähig ist, schlafen wir zügig ein.

Eishockey im Sommer.

Zurück zur Werkstatt

Wir schlafen ganz ok, es ist nur recht warm, nachts kühlt es nicht mal unter 20°C ab. Bevor jetzt jemand denkt, wir sind in die Tropen verschwunden, Freitag sind nur 14°C angesagt und letzte Woche hatte wir eine Nacht mit 2°C. Es ist gelinde gesagt etwas abwechslungsreich.

Im Hostel ist Frühstück mit dabei und so machen wir uns bald auf zum Frühstück. Dieses ist, wie man hätte erwarten können, nicht allzu umfangreich und überwiegend süß, Marmeladen gibt es vier verschiedene, Käse, Wurst oder salzige Aufstriche keine. Das kennt man aus Frankreich bzw. Südeuropa. Aber naja bald gibt es wieder reichhaltiges Frühstück im Volvo. Jetzt genießen wir es erstmal, im Innenhof des Hostels zu sitzen.

Blick vom Innenhof auf unser Zimmer (unten)
Innenhof des Hostels

Nach dem Frühstück wird nochmal geduscht, eine richtige Dusche zu haben, muss man ja auch mal ausnutzen und bei dem warmen Wetter tut das echt gut. Danach entspannen wir noch auf dem Bett bis wir um 11 Uhr auschecken müssen. Das Hostel verfügt über ein leicht verstimmtes Klavier (nicht das im Innenhof), auf dem wir beide noch etwas spielen. Gerade für Chris sehr ungewohnt, da er bisher nur auf elektrischen Pianos gespielt hat. Da wir beide recht aus der Übung sind, zieht es uns bald weiter.

Entspannen nach dem Frühstück
Entspannen nach dem Frühstück
Chris am Klavier
Bretti am Klavier

Bevor es zurück zur Werkstatt geht, machen wir noch einen Spaziergang durch den Park. Auch hier waren wir schon, aber bei dem tollen Wetter wollen wir nicht nur im Aufenthaltsraum rumgammeln.

Bretti im Park
Bretti im Park, während sie sich im Laufen einen Zopf flicht

Da wir hoffen bald wieder unterwegs zu sein, wollen wir heute auch noch Wäsche waschen. Also stoppen wir kurz an der Werkstatt und schnappen uns unsere Wäsche. Das Getriebe steht leider noch neben dem Volvo, das dauert wohl noch ein bisschen. Mit der Wäsche geht es wie gewohnt zum Rasthof und wir verbringen hoffentlich zum letzten mal mehrere Stunden dort.

Danach geht es zurück zur Werkstatt und wir beziehen wieder den Aufenthaltsraum und warten darauf, dass unser Zuhause aus der Halle geschoben wird. Zwischendurch schlendern wir noch zum Supermarkt und holen uns was fürs Abendbrot, das wir in der Mikrowelle im Warteraum aufwärmen können.

Es wird noch bis 22:30 Uhr dauern, bis der Volvo aus der Halle geschoben wird. Solange wird gar nicht mehr dran gearbeitet, aber ein anderer LKW steht im Weg. Am Ende des Tages fehlen noch die neuen Bremsleitungen und eine der Kardanwellen. Die hatte Samuels Kollege, der die Spätschicht übernommen hat, nicht gefunden. Man merkt, auch hier scheitert es wenn an der Kommunikation unter den Kollegen.

Der Volvo steht diesmal direkt vor der Halle und nicht an unserem gewohnten Platz. Entsprechend ist es noch lauter als die letzten Nächte, aber was soll man machen. Hoffentlich ist das die letzte Nacht hier auf dem Platz.

Ob es wirklich die letzte Nacht bei der Werkstatt ist, erfahrt ihr in Teil 2.

Comments

2 responses to “Woche 12 | Teil 1 : Licht am Ende der Werkstatthalle?”

  1. Andy Avatar
    Andy

    TODO Foto einfügen Viertel/Blumen

    Musste ich schmunzeln 😋

    Warte gespannt auf Teil 2

    1. Bretti & Chris Avatar
      Bretti & Chris

      *hust hust* da müssen wir wohl nochmal mit dem Lektorat schimpfen

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