Für unsere zwei Wochen Probereise hatten wir uns vorgenommen einen Teil des TransEuroTrails (eigentlich ein Motorrad Trail quer durch Europa) zu fahren und dann noch Zeit im Riesen-Gebirge bzw. im Bereich der Grenze zwischen Polen und Tschechien zu verbringen. Gesagt getan am 23.11 sind wir mittags los und sind kurz hinter der Grenze nach Meck-Vorp auf den TET gefahren. In Deutschland sind das meiste der Strecken “nur” Feld und Waldwege, die durch Passagen von normalen geteerten Straßen verbunden sind. So spannend für Offroad Fahrzeuge ist der Teil nicht, aber da wir quasi keine Erfahrung mit dem Volvo abseits befestigter Straßen haben, passt uns das gut. Insgesamt muss man schon Lust haben, kilometerlang über Kopfsteinpflaster durch die letzten Kuhkäffer zu fahren, wenn man sich für den TET entscheidet (in Deutschland und Polen). Dafür hat man aber auch immer wieder 4×4 Passagen und kommt an sehr schönen Flecken vorbei, wo man sonst meist auf der Autobahn einfach vorbei rauscht. Kratzer insbesondere durch Schlehen haben wir direkt am Anfang schon gesammelt. Ein paar Überbleibsel davon finden wir auch immer noch am Autodach. Im Gegensatz zu unseren bisherigen Reisen müssen wir diesmal mehr auf Schilder wie Gewicht und Höhenbegrenzung achten, so dass wir manchmal den ach so schönen Kopfsteinpflasterweg gegen eine mal kaputte, mal nagelneue Teerstraße tauschen müssen. Da merkt man direkt wie schnell es auch mal voran gehen kann. Das kommt jedoch eher selten vor.
Wir haben völlig unterschätzt wie lange man braucht wenn man über Stock und Stein fährt, 100 km am Tag sind schon eine gute Quote, je nach Straßenverhältnissen.
Mittlerweile sind wir in Polen und hatten gerade heute, für uns schon anspruchsvolle Passagen dabei. Der Trail führte uns überwiegend durch Forstplantagen, welche von den schweren Maschinen der Holzindustrie sehr in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Der Matsch ist Tief, die Schlaglöcher verschlingen ganze Kleinwagen und unerwartet kommen auch noch Tiefsand-Passagen dazu. Kurz wir haben richtig viel Spaß. Das Fahrzeug macht bisher alles ohne Mucken mit. Sperren und co. haben wir noch nicht gebraucht, auch wenn das ab und an schon etwas knapp war.
Wo sich das Fahrzeug gut schlägt, macht uns der Ausbau, ums genau zu sehen der Boiler, die ganze Zeit immer wieder Probleme. Der Kaltwasseranschluss wird immer wieder undicht. manchmal nur ein paar Tropfen, heute war dann ein Loch im Schlauch, vermutlich von der Schelle. Schon etwas sonderbar, da wir zuletzt auch einige Tage in Dänemark unterwegs waren und keine Probleme hatten, aber dafür sind wir ja unterwegs. Wir füllen wieder mal unsere TO-DO Liste wobei das meiste nur Kleinigkeiten sind. Das einzige ohne eine direkte Lösung ist, dass der Tacho nur ab 60kmh funktioniert. So schnell fahren wir die meiste Zeit ja nicht mal, aber auch dafür wird sich eine Lösung finden. Während wir hier gerade in unserer Privat-Sauna sitzen (heizen über die Motorwärme klappt sehr gut), uns der Schweiß runterläuft bei um die 0°Grad Außentemperatur, überlegen wir, was wir auf der Reise noch testen wollen. Mehrere Tage an einem Ort stehen, Kuchen backen und wandern stehen noch auf dem Plan.




