Author: Chris & Bretti

  • Wasserstandheizung

    Wasserstandheizung

    Ich(Chris) habe kaum Informationen zu Wasserstandheizungen für Wohmobile online gefunden, die mir wirklich weiter geholfen haben. Auch die kostenpflichtigen Artikel vom Explorer sind wenig hilfreich. Ich hatte einen anderen Hobbyausbauer angeschrieben, der auf seinem Blog über den Ausbau berichtet hat, aber als ich nach Details für die Dimensionierung gefragt habe, kam nur, dass er das mit einen Experten gemacht hat und mir dies auch empfiehlt.

    Außer dass Wasserinstallationen ständig irgendwo undicht sind, ist so eine Heizungsinstallation kein Hexenwerk. Ich möchte hier meine Erfahrung weitergeben.

    Vorweg ich bin kein Heizungsinstallateur und lerne den ganzen Kram beim Machen.

    Unsere Situation

    • Wohnraum 3,5m x 1,7m x 1,8m=10,3 m³ zu heizen
    • Dämmung mit Schafwolle und Armaflex im Boden
    • 4 von 6 Fenstern doppeltverglastes Plastik
    • Kein Gas (Wir haben einen Benziner Motor und Gasflaschen nerven im Ausland.)
    • Motorkühlwasser liegt schon absperrbar im Aufbau

    Ziel

    • Wasserheizkreislauf inklusive Fußbodenheizung
    • Warmwasser mit erzeugen
    • Heizung und Warmwasser abschaltbar
    • Zusätzlich heizen und Warmwasser durch Motorabwärme

    Dimensionierung

    Als eigentliche Heizung haben wir eine “Autoterm Flow 5D”. Ist nicht die billigste, aber bisher habe ich nur gute Erfahrungen mit Autoterm gemacht. (Zumindest mit den Heizungen, das Comfort Control Panel ist ein anderes Thema). Zusätzlich finde ich gut, dass die Umwälzpumpe seperat und auch einzeln schaltbar ist.

    Die Heizung hat 5kW Leistung was völlig übertrieben ist, aber auch andere Anbieter sind nicht wirklich kleiner. Dazu haben wir 5,8m “Alde Konvektoren” gekauft. Diese haben eine Leistung von 400W/m d.h. 2,32 kW Leistung. Diese Größe haben wir nicht irgendwie berechnet sondern ergibt sich aus dem Platz, den wir dafür vorgesehen haben. Zusätzlich haben wir noch eine Schleife Fußbodenheizung im Boden verlegt(Bild 2). Dieses Rohr liegt in “Alde Fußbodenblechen”, ob die was bringen kann ich nicht wirklich sagen. Generell hatten wir keine Erfahrung mit Alde, man findet jetzt auch nicht wirklich Erfahrungsberichte aus dem Selbstausbauerbereich. Das Problem mit Alde wie auch mit allen anderen Womo-Ausstattern sind die völlig überzogenen Preise für keine tolle Qualität. Die Bleche und Konvektoren sind billigstes Material und sie nutzen extra Durchmesser (z.B. Schlauchanschlüsse), die keine Standardgrößen im Hausbau sind, damit man alles schön überteuert von denen kaufen muss. Genrell sollte man sich fragen, ob einem das die Sache Wert ist, die Kleinteile läppern sich ordentlich. Teileliste und Preise schreibe ich ans Ende.

    Bevor ich zum Aufbau komme, einmal zwischendurch: Wir sind sehr zufrieden mit der Heizung/Motorwärme Kombination. Wenn man die Preise und den Ärger über die Qualität der Teile verdrängt hat, kann man sich sehr drüber freuen 😉 Nach einer längeren Fahrt haben wir im Aufbau schnell 30°c und das warme Wasser hält die Wärme auch noch einige Zeit. Entsprechend sind wir damit hoffentlich gut auf Nordamerikas Winter vorbereitet.

    Der Aufbau

    Wir haben jeweils zwei Konvektoren übereinander gelegt(Bild 1), wobei das Wasser in einem hin und im anderen direkt zurück fließt. Davor sitzt jeweils ein Entlüftungsventil (à 25€…). Da die Konvektoren aus billigsten Blech gefertigt sind(siehe Bild 4), haben wir diese jeweils noch mit Lochblech verkleidet.

    Bild 1. Eingebaute Konvektoren mit Schutzblech und Entlüftungsventil

    Bild 1. Eingebaute Konvektoren mit Schutzblech und Entlüftungsventil

    Bild 2. Übersichtsbild auf die Heizung. In die Bodenplatte ist ein Schlitz gefräßt für die Fußbodenheizung. Links und Rechts der Leitungen sind später Möbel, in den die Konvektoren teilweise verschwinden.

    Bild 2. Übersichtsbild auf die Heizung. In die Bodenplatte ist ein Schlitz gefräßt für die Fußbodenheizung. Links und Rechts der Leitungen sind später Möbel, in den die Konvektoren teilweise verschwinden.

    Bild 3. Anschlussfußbodenheizung an Warmwasserschlauch. Der Doppeladapter passt nicht und wurde später durch Baumarkt-Bedarf getauscht. Der Adapter ist für die "Alde Fußbodenheizungsmatten". Die schwarzen Schläuche sind der Heizungszulauf (HZ) und Heizungsrücklauf (HR). Links im Bild kann man erahnen, dass der Zulauf in den oberen Konvektor geht und der Rücklauf in den unteren.

    Bild 3. Anschlussfußbodenheizung an Warmwasserschlauch. Der Doppeladapter passt nicht und wurde später durch Baumarkt-Bedarf getauscht. Der Adapter ist für die “Alde Fußbodenheizungsmatten”. Die schwarzen Schläuche sind der Heizungszulauf (HZ) und Heizungsrücklauf (HR). Links im Bild kann man erahnen, dass der Zulauf in den oberen Konvektor geht und der Rücklauf in den unteren.

    Bild 4. Die Konvektoren noch im Karton. Die Bleche sind super dünn und sind deswegen verbogen (gab auch etwas Geld zurück). Hier sieht man, dass das Wasser nur in der Mitte fließt und die Lamellen nur die Oberfläche vergrößern.

    Bild 4. Die Konvektoren noch im Karton. Die Bleche sind super dünn und sind deswegen verbogen (gab auch etwas Geld zurück). Hier sieht man, dass das Wasser nur in der Mitte fließt und die Lamellen nur die Oberfläche vergrößern.

    Verbindung zum Motor

    Wie schon gesagt ist der Heizwasserkreislauf im Koffer direkt mit dem Motorkühlkreislauf verbunden. Man hätte hier auch einen Wärmetauscher einsetzen können (würde einem sicher ein Experte zu raten), aber bisher läuft das auch super so und orginal ist es eben auch so. Es gibt aber Absperrhähne, falls der Kreislauf im Koffer mal undicht sein sollte. Der Motor scheint auch kein Problem damit zu haben, das Wasser durch den Kreislauf zu pumpen. Zusätzlich können wir aus dem Koffer und aus der Fahrerkabine zwei elektrische Kugelhähne schalten (die sind von Usolid, bin sehr zufrieden), um den Zulauf vom Motor zum Heizungskreis freizuschalten und um die Autoterm Heizung aus dem Kreislauf zu nehmen. Entsprechend schalten wir beim Fahren, wenn der Motor warm ist, die Heizung im Koffer zu und können über ein Thermometer schauen, wann es uns warm genug ist. Um die Heizung im Sommer zu deaktivieren, aber trotzdem im Boiler warmes Wasser zu erzeugen, haben wir noch zwei manuelle Kugelhähne verbaut.

    Als zusätzlichen Benefit haben wir in unserem Wassertechnikschrank jetzt einen “Trockner”. Wenn das 90°C heiße Wasser vom Motor dort verteilt wird, trocknet alles super schnell. Sehr praktisch. Wie wir das im Sommer finden wird sich dann zeigen.

    Wenn Interesse an einem Plan für das ganze Wasser-Setup existiert, kann ich den auch nochmal zeichnen.

    Bild 5 vom "Trockner" / Wassertechnikschrank

    Bild 5 vom “Trockner” / Wassertechnikschrank

    Preisübersicht

    WasPreis


    Boiler
    423,00 €
    Autoterm Flow 5d mit Comfort Control 770 €
    Kleinteile (z.B. Entlüftungsventil, Konvektoren)360,70 €
    Schläuche175,33 €
    Ausgleichsbehälter37,24 €
    Doppelnippel(mehrere)19,68 €
    Kugelhähne106,78 €
    1x U-Schlauch (verbinden von jeweils zwei Konvektoren)25,86 €
    Fußbodenheizungsanschluss31,55 €
    Konvektoren168 €
    Summe2118,14 €

    Die Auflistung kommt zustande je nachdem, was ich zusammen bestellt habe. Natürlich habe ich auch noch ein paar Reste über, zum Beispiel von den Schläuchen. Es ist vielleicht billiger direkt alles aus dem Hausbedarf zu nehmen. Die Preise von Alde sind einfach doll. Für 2x U-Schlauch und die zwei Entlüftungsnippel(mit Schlauch) ist man entspannt 100€ los. Zusätzlich kommen viele Doppelnippel(Schlauchverbinder) damit man diese speziellen Durchmesser auf Standard-Durchmesser adaptiert. Ohne die Autoterm, den Boiler und die Konvektoren habe ich noch ca. 750€ für “Zubehörteile” ausgegeben.

    Wenn man ohne Hersteller wie Alda auskommt, würde ich das aber definitiv wieder machen.

  • Probereise jetzt wirklich

    Probereise jetzt wirklich

    Für unsere zwei Wochen Probereise hatten wir uns vorgenommen einen Teil des TransEuroTrails (eigentlich ein Motorrad Trail quer durch Europa) zu fahren und dann noch Zeit im Riesen-Gebirge bzw. im Bereich der Grenze zwischen Polen und Tschechien zu verbringen. Gesagt getan am 23.11 sind wir mittags los und sind kurz hinter der Grenze nach Meck-Vorp auf den TET gefahren. In Deutschland sind das meiste der Strecken “nur” Feld und Waldwege, die durch Passagen von normalen geteerten Straßen verbunden sind. So spannend für Offroad Fahrzeuge ist der Teil nicht, aber da wir quasi keine Erfahrung mit dem Volvo abseits befestigter Straßen haben, passt uns das gut. Insgesamt muss man schon Lust haben, kilometerlang über Kopfsteinpflaster durch die letzten Kuhkäffer zu fahren, wenn man sich für den TET entscheidet (in Deutschland und Polen). Dafür hat man aber auch immer wieder 4×4 Passagen und kommt an sehr schönen Flecken vorbei, wo man sonst meist auf der Autobahn einfach vorbei rauscht. Kratzer insbesondere durch Schlehen haben wir direkt am Anfang schon gesammelt. Ein paar Überbleibsel davon finden wir auch immer noch am Autodach. Im Gegensatz zu unseren bisherigen Reisen müssen wir diesmal mehr auf Schilder wie Gewicht und Höhenbegrenzung achten, so dass wir manchmal den ach so schönen Kopfsteinpflasterweg gegen eine mal kaputte, mal nagelneue Teerstraße tauschen müssen. Da merkt man direkt wie schnell es auch mal voran gehen kann. Das kommt jedoch eher selten vor.

    Wir haben völlig unterschätzt wie lange man braucht wenn man über Stock und Stein fährt, 100 km am Tag sind schon eine gute Quote, je nach Straßenverhältnissen.
    Mittlerweile sind wir in Polen und hatten gerade heute, für uns schon anspruchsvolle Passagen dabei. Der Trail führte uns überwiegend durch Forstplantagen, welche von den schweren Maschinen der Holzindustrie sehr in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Der Matsch ist Tief, die Schlaglöcher verschlingen ganze Kleinwagen und unerwartet kommen auch noch Tiefsand-Passagen dazu. Kurz wir haben richtig viel Spaß. Das Fahrzeug macht bisher alles ohne Mucken mit. Sperren und co. haben wir noch nicht gebraucht, auch wenn das ab und an schon etwas knapp war.

    Wo sich das Fahrzeug gut schlägt, macht uns der Ausbau, ums genau zu sehen der Boiler, die ganze Zeit immer wieder Probleme. Der Kaltwasseranschluss wird immer wieder undicht. manchmal nur ein paar Tropfen, heute war dann ein Loch im Schlauch, vermutlich von der Schelle. Schon etwas sonderbar, da wir zuletzt auch einige Tage in Dänemark unterwegs waren und keine Probleme hatten, aber dafür sind wir ja unterwegs. Wir füllen wieder mal unsere TO-DO Liste wobei das meiste nur Kleinigkeiten sind. Das einzige ohne eine direkte Lösung ist, dass der Tacho nur ab 60kmh funktioniert. So schnell fahren wir die meiste Zeit ja nicht mal, aber auch dafür wird sich eine Lösung finden. Während wir hier gerade in unserer Privat-Sauna sitzen (heizen über die Motorwärme klappt sehr gut), uns der Schweiß runterläuft bei um die 0°Grad Außentemperatur, überlegen wir, was wir auf der Reise noch testen wollen. Mehrere Tage an einem Ort stehen, Kuchen backen und wandern stehen noch auf dem Plan.

    Foto vom Volvo von vorne auf verschneitem Boden.
    1: Volvo im Schnee
    Foto vom sehr schlammigen Waldweg in Polen. Chris steht an der Seite und guckt auf den Weg.
    2: Schlamm aus Polen
    Foto in Nahaufnahme von der Beifahrertür, die mit Schlamm in verschiedenen Brauntönen bespritzt ist.
    3: Schlamm am Volvo
    Foto vom Duschvorhang wie er im Volvo vor der Eingangstür aufgehängt ist.
    4: Duschen im Volvo

  • Probe (mini)Reise

    Probe (mini)Reise

    Wir haben es wirklich geschafft endlich mal mehrere Tage mit dem Volvo unterwegs zu sein. Zwar nur über ein verlängertes Wochenende und mit zwei Nächten bei Freunden im Ferienhaus, aber immerhin. Es hat uns auf jeden Fall schon weiter gebracht.

    Unsere Sofapolster sind super gemütlich und mit der Höhe unterm Bett geht es auch noch ok.

    Generell ist Zeit im Volvo verbringen sehr gut aus haltbar. Wir könne sogar beide am Laptop arbeiten an unserem sehr spontan improvisierten Tisch.

    Wir haben auch die Heizung plus jegliche andere Technik getestet, hier gibt es noch ein paar Kleinigkeiten aber so ist das ja immer. Die Heizung haben wir eigentlich nicht gebraucht, da wir den Koffer während der Fahrt mit dem Motorkühlwasser wärmen können. Heißes Wasser gibt es dabei auch noch dazu.

    Wir haben unser gemütliches mobiles Zuhause in Dänemark auf einen Autostrand gestellt. Wo wir uns die, von der Nordsee eiskalten Füße an der Fußbodenheizung wieder schön aufwärmen konnten.

    Da konnte Bretti dann auch mal in Ruhe Volvo fahren. Das Stichwort Ruhe bringt mich noch dazu: Wir haben TÜV. Bremsen haben keine Probleme gemacht aber die Dichtung zwischen Hosenrohr und Krümmer waren komplett weg. Nach dem der Auspuff direkt im Motorraum kein riesiges Loch mehr hat, ist das Auto gleich viel “leiser”. Also das Auto ist immer noch laut, aber es ist merklich leiser geworden oder wir bilden uns das zumindest ein.

    Wir arbeiten nun unsere TODOs der Probereise ab, lackieren die letzten Innenraumelemente und dann geht es Ende November auch direkt wieder los. Diesmal wirklich zwei Wochen Richtung Süden. Damit wir zumindest etwas in den Reisealltag kommen und alles weiter testen können.

    Die Zeit läuft, Ende März sind wir dann schon in Kanada.

    Autostrand Aussicht
    Autostrand Beifahrerperspektive
    Dänemark Strand
  • Wenn es läuft, dann läufts

    Wenn es läuft, dann läufts

    Nach dem wir die Probereise verschoben hatten, wollten wir zumindest etwas Urlaub in Dänemark machen. Aber auch daraus wurde nicht wirklich was, denn ich (Chris) bin direkt am ersten Tag krank geworden. Wir haben dann noch versucht ein paar Sachen zu machen, aber so richtig doll war das dann auch nicht. Entsprechend sind wir dann wieder nach hause gefahren und ich bin zum Arzti. In der Praxis wurde meine Krankschreibung dann auch noch falsch datiert, sodass ich nicht mal alle Urlaubstrage zurück bekommen habe. Wenn es läuft dann läufts…. Das kann man rückwirkend angeblich auch nicht mehr ändern.

    Naja nach einem Wochenende mit Schmerzmittel auf dem Sofa, habe ich dann am Mittwoch den Volvo unverrichteter Dinge aus Braunschweig geholt und seit dem geht es hier auch wieder voran. Mit der Probereise versuchen wir es dann Anfang November noch mal, bis dahin muss sich erstmal um TÜV gekümmert werden und es wird natürlich im allgemeinen weiter gebaut. TÜV sollte eigentlich kein großes Thema sein, allerdings ärgere ich mich seit einer Woche mit einer Firma rum, die mir neue Bremsleitungen angefertigt hat, die aber nicht passen. Es wäre sonst ja auch zu einfach.

    Sonst sind wir weiterhin auf der Zielgeraden und haben den Innenausbau, soweit er fertig ist, wieder eingebaut, damit wir probepacken können. Die Wahrnehmung von “wow haben wir viel Platz” zu, “Oh das passt nie” wechselt quasi täglich 😀

    Dänemak Steilküste und Sonnenuntergang
    Dänemark Steilküste und Strand
    Voll gestopfter Kleiderschrank
    Vollgestopfter Kleiderschrank beim Probepacken
    Trittstufe aus einer alten Kette
    Trittstufe aus alter Kette gebaut
    Verstärkung der Kofferecken mit 3mm Aluwinkeln
    Koffer mit Aluwinkeln gegen Schäden durch tiefhängende Äste geschützt
  • Probereise? Mal gucken…

    Probereise? Mal gucken…

    Wie es immer so ist, kommt alles anders als geplant. Eigentlich wollten wir heute (07.09.2025) schon unterwegs sein Richtung Südpolen/Slowakai, um unseren Volvo drei Wochen lang zu testen. Bekommen wir alles mit? Funktionieren unsere Ideen auch im Reisealltag etc.

    Allerdings steht der Volvo seit dem 13.08.2025 in Braunschweig bei einer Werkstatt, für TÜV und ein paar Wartungsaufgaben, die mir (Chris) zu nervig waren.

    Wir hängen ehrlich gesagt gerade etwas in der Luft, aber so richtig was daran ändern können wir auch nicht. Bevor wir uns jetzt noch extra Stress machen wie andere Werkstatt finden, selber machen oder so, versuchen wir die Zwangspause für etwas Entspannung zu nutzen. Das ist gar nicht so leicht nach ~2 Jahren Ausbau, wo jede Minute, die nicht für Freunde genutzt wurde, in den Ausbau gesteckt worden ist.

    Uns war auch schon während des Ausbaus klar, dass das der beste Weg in den Burnout ist. Es mangelt allerdings an Alternativen, denn das Fahrzeug und die Reisevorbereitungen müssen gemacht werden und wir haben auch schon richtig Bock auf die Reise.

    Deswegen zwingen wir uns nun aber gerade zur Ruhe und stürzen uns nicht direkt auf die ganzen Dinge, die liegen geblieben sind. Ein paar Kleinigkeiten am LT habe ich zwar gemacht, das waren aber nur so 30 Minuten Arbeit. Die meiste Zeit verbringen wir jetzt mit daddeln, Musik machen und lesen. Wenn die Werkstatt noch länger braucht, dann machen wir wohl auch einfach mit dem LT ein wenig Urlaub, denn den können wir beide gut gebrauchen.

    Sobald der Volvo wieder da ist, geht die Action hier dann auch wie gewohnt wieder los. Aber bis dahin, machen wir uns keinen Stress mit geplatzten Plänen oder ähnlichem. Das wird auf der Reise eh noch genug passieren und sich in Ruhe zu üben, ist die beste Reisevorbereitung, die wir gerade machen können.

    P.S.: Meine(Chris) Kündigung zum 31.12.2025 ist jetzt durch und mit dank Urlaub und Überstunden nur noch etwas über 30 Tagen wird das Arbeitsjahr langsam richtig kurz.So langsam geht es auf die Zielgerad der Vorbereitung.

  • Jetzt geht das los

    Jetzt geht das los

    Nun sind schon 1 1/2 Jahre ins Land gegangen und wir haben das Blog-Projekt schleifen lassen. Wir hatten mit dem Fahrzeugumbau auch genug zu tun und haben aber immerhin fleißig Fotos gemacht.

    So langsam geht es jetzt auch auf die Zielgrade, da wir im 03.2026 in Kanada unsere Reise starten wollen. Die Überfahrt ist soweit gebucht und auch am Fahrzeug hat sich einiges getan. Die TODO Listen sind allerdings noch gut gefüllt und wir werden nicht alles schaffen. Ungeachtet dessen wollen wir uns angewöhnen hier etwas zu schreiben, um auszuprobieren, ob wir das überhaupt regelmäßig machen. Das ganze soll als Reisetagebuch für uns, Freunde/Familie und für alle Interessierten fungieren und dafür müssen wir es eben regelmäßig füllen.

    Entsprechend werden wir hier von unser Probereise im September berichten und andere Themen verbloggen wie die Wasserstandheizung oder den USA Visa Prozess und unsere Erfahrung.

    Hier noch ein paar Bilder: Außen am Volvo passiert viel, wir haben einiges an Wartung erledigt, bauen fleißig Möbel und waren auch schon ein wenig Unterwegs

  • Der Ausbauplan

    Der Ausbauplan

    Der Ausbau, bzw. Umbau, soll in zwei Phasen ablaufen. Zuerst ist der Innenraum des Koffers plus alles TÜV relevante dran. Das schaffen wir hoffentlich alles bis Mitte Ende 2024. Danach soll es darum gehen den Volvo reisefertig zu machen, also alles mögliche an Verschleißteilen zu tauschen und dabei zu lernen wie das geht 😉 Da rein fällt sowas wie Keilriemen oder Simmerringe tauschen.

    Momentan sind wir entsprechend in der ersten Phase. Wobei man hier sagen muss, das diese aus Zeitgründen bisher nicht richtig starten konnte. Die Planung des Innenausbaus steht aber soweit, erste Teilelisten sind erstellt und grob alles in 3D vorgeplant. Der alte Ausbau wurde auch schon entfernt und ich (Chris) habe Stahl rausgeschnitten, der nicht mehr zu retten war. Es bleibt allerdings noch viel zu entrosten und zu versiegeln. Es hilft, dass der Koffer zu großen Teilen aus Aluminium besteht.

    Aber was soll denn alles gemacht werden. Grundsätzlich steht das Fahrgestell gut da. Bisher kein Rost, der nicht nur oberflächlich ist. Wir werden die Blattfedern vorne tauschen, da diese nach 45 Jahren einfach durch sind. Material Kosten ca. 1000€. Die Fahrerkabine wird komplett entdröhnt und wo möglich gedämmt. Zusätzlich werde ich wohl viel der Elektrik neu machen, denn momentan braucht die unnötig viel Platz, den wir besser nutzen könnten. Außerdem müssen eh neue Schalter und Kabel verlegt werden, für die zusätzlichen Funktionen, z.B. die Zuschaltung des Kofferheizkreislaufes zum Motorkühlkreislauf(Details siehe unten) oder das Ablassen von Grauwasser. Die Scheibenwischer sind original auch einzeln schaltbar, minimal unpraktisch und die Scheibenreinigung ist komplett außer Funktion gesetzt.

    Der Koffer wird komplett entkernt, alter Ausbau raus, inkl. Styropor Dämmung. Danach wird alles mit Brantho Korrux versiegelt. Ich will wie gesagt das Motorkühlwasser zum Heizen und erwärmen von Wasser nutzen, entsprechend wird der Motorkühlkreislauf in den Koffer gelegt. Das ist auch schon vorhanden, denn so wurde der Koffer original beheizt. Zusätzlich wird es eine Dieselwasserheizung geben und einen Beuler aus dem Bootsbereich. Da wir nicht viel Platz haben, wird es zu den Radiatoren auch eine Fußbodenheizung geben. Ich bin ehrlich gesagt noch nicht sicher, ob das zum Heizen ausreichen wird, aber so richtig gute Informationen findet man dazu nicht. Außerdem planen wir mit Minimum 100 l Frischwasser und 60 l Grauwasser.

    Wie im Lt werden wir wieder ein Hubbett einbauen, unter dem sich eine Sitzgruppe mit Tisch befinden wird. Durch die Größe des Autos wird das Bett etwas in den Küchenbereich ragen und es wird nur vor der Küchenzeile Stehhöhe geben. Momentan hat der Koffer eine Innenhöhe von ca. 170 cm, entsprechend muss diese um ca. 14 cm erhöht werden. Das machen wir mit einem Belluna Dachfenster und einer Erhöhung des Daches an der Stelle. Im vorderen Bereich, wo die Küche, bzw. das Dachfenster, hinkommt, ist das Dach eh undicht und wir müssen es erneuern. In dem Zuge wird dann auch die Erhöhung vorgenommen. Zusätzlich planen wir einen Thetford Kühlschrank mit Eisfach, eine Dusche im Eingangsbereich, ein großes Seitenfenster, 300-400W Solar, Dachträger etc. etc.

    So gerne ich auch plane, sind die Details noch nicht extrem ausgetüfftelt, denn es kommt ja eh immer alles anders als man denkt. Es wird sich zeigen müssen, was der TÜV von dem ganzen hält (momentan sind wir als Oldtimer Wohnmobil unterwegs) und was noch passiert, wenn die Realität auf die Planung trifft. Ich plane momentan mit 10-15k€ für den gesamten Ausbau.

    Unten findet ihr noch ein paar Bilder vom aktuellen Fortschritt und meine 3D Zeichnung, obwohl ich bezweifle, dass da jemand was mit anfangen kann. 😀

  • Moin!

    Moin!

    Moin, wir sind Chris & Bretti aka Reisegruppe Elefantenturnschuh.
    Mit unserem VW-LT waren wir in den letzten Jahren schon auf zwei größeren Reisen durch Europa. 9 Wochen Frankreich – Spanien – Portugal, immer die Küste entlang. 2021 waren wir dann 3 Monate im Herbst/Winter im Balkan unterwegs, quer durch Slowenien – Kroatien – Montenegro – Albanien. Dabei sind wir mit unserem alten LT oft Strecken gefahren, für die er eigentlich wohl nicht ganz gemacht ist. Bis jetzt hat er uns aber nie im Stich gelassen.

    2025 wollen wir unsere nächste große Reise starten, diesmal wesentlich länger, inkl. Job kündigen. Wir wissen noch nicht 100%, ob es 2025 auch wirklich losgeht. Unser Ziel ist Nordamerika. Das wollen wir dem VW-LT diesmal aber nicht zumuten (in den letzten 6 Jahren sind wir über 100.000km mit ihm gefahren). Deswegen haben wir uns für ein vielleicht etwas überdimensioniertes neues Fahrzeug entschieden. Den alten Volvo (Baujahr 1978) wollen wir in den nächsten 1,5 Jahren reisefertig machen und dann nach Kanada verschiffen.

    Diesen Blog wollen wir machen, zum Erinnern und um die Informationen zu teilen, die wir selbst nicht im Internet gefunden haben.