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  • Woche 0 | Reiseplanung

    Woche 0 | Reiseplanung

    Position cargo ship with the volvo

    Der Volvo ist jetzt schon eine Woche unterwegs (siehe Position der “Atlantic sun” oben) und zwischen Verabschiedungen und packen, hängen wir immer mal wieder etwas in der Luft. Um mir (Chris) die Zeit zu vertreiben und den Newsletter zu testen, dachte ich mir, ich schreibe hier mal, was wir vor haben. Soweit das denn “geplant” ist.

    Der Volvo soll am 16.03 in Halifax entladen werden. Wir fliegen am 18.3 von Hamburg hinterher und sollten so ca. 19:30 Ortszeit landen. Die Zeitverschiebung beträgt -4 Stunden zu Deutschland, sodass wir nach einem langen Tag hoffentlich gut schlafen können. Auch wenn wir uns hier schon an den Frühling gewöhnt haben, sind für den Mittwoch in Halifax unter 0°c angesagt… Ich hoffe der Frühling folgt uns dann bald.

    Im besten Fall können wir das Auto schon Donnerstag abholen. Bevor es dann richtig los geht, wollen wir uns noch Halifax und die Umgebung ansehen und müssen das Fahrzeug reisebereit machen. Ersatzrad, Boot und Kisten nehmen momentan noch den größten Teil des Innenraumes ein und müssen außen am Fahrzeug befestigt werden. Drückt uns die Daumen für Plusgrade und keinen Regen.

    Als erstes soll es in den Norden von New Foundland gehen, für den östlichsten Punkt unserer Reise und den ältesten Belege von Wikingern in Nordamerika. Ich habe eine Monatsplanung zu Kanada gemacht (siehe Karte hier unter). Sorry an alle mobile Leser, das ist für euch sicher zu klein.

    Canada map with months of travel

    Grundsätzlich haben wir so ca. einen Monat für Nova Scotia und New Foundland eingeplant. Allerdings sind wir uns unsicher ob das realitisch ist. Für uns sind die Dimensionen einfach unvorstellbar. Alleine auf New Foundland sind das schon 2600km Wegstrecke (siehe hier) und das ist ohne die ganzen kleinen Abstecher. Entsprechend wird wohl einiges nicht schaffbar sein, um sich nicht zu sehr zu stressen. Unser großes Ziel ist es Ende Juli am Polarmeer in Tuktoyktuk zu sein(schlappe 8000km one way. Aber wie alles ist das ein Nice to have und kein Muss. Wie man an den gelben und roten Punkten auf der Karte oben sieht, liegt unser Hauptfokus auf den Küsten und entsprechend wird es hoffentlich genügend entspannte Roadtrip Tage/Wochen in zentral Kanada geben.

    Noch als Zusammfassung der Karte und Planung(Monate zu Provinzen):

    • März bis Mitte April: Nova Scotia und New Foundland
    • April und Mai: Quebec, Ontario, Manitoba, Saskatchewan
    • Juni: Alberta, British Columbia
    • Juli: Yukon, Northwest Territory bis Alaska
    • August: Alaska
    • September: British Columbia

    Dann sind unsere Sechs Monate in Kanada auch “schon” rum und es geht in die USA. Das ist ganz schön ambitioniert, wir haben sonst eher einge gemütliche Reisegeschwindigkeit. Je nach dem wie es bei uns finanziell nach einem Jahr steht, überlegen wir auch noch ein Jahr ranzuhängen, um mehr Zeit in Süd-West-Kanada und den USA zu haben. Das ist aber ein Thema für in zehn Monaten oder so. Nun geht es aber bald erstmal überhaupt los.

  • Reisevorbereitung

    Reisevorbereitung

    USA Visum

    Als erstes haben wir uns um das USA b2 Tourismus Visum gekümmert. Wir haben viele Horrorstories im Netz gelesen und die Informationen sind auch nicht wirklich einfach zu verstehen. Manche Leute erzählten, dass sie für das Visum abgelehnt worden sind und dann auch kein ESTA mehr bekommen haben. Manchmal liest man, dass man Unmengen an Geld vorweisen muss, um das Visa zu bekommen etc. Das Visa und das ESTA nicht zu bekommen, wäre für uns die Vollkatastrophe gewesen. Wir haben diskutiert, ob wir es “riskieren” wollen, beim Visum abgelehnt zu werden, entschieden uns dann aber, es zu versuchen. Es gibt auch sehr viele entspannte Berichte und denen schließt sich dieser hier auch an.

    Das schlimmste sind die Webseiten, die man nutzen muss. Eine kommt save aus den 90igern. Die nächste ist ständig kaputt oder funktioniert einfach nicht. Aber das schafft man mit Geduld und genügend Zeit. Das Prüfen unserer Unterlagen lief dann problemlos und wir konnten einen Termin im Konsulat in Berlin machen. Wir reisten einen Tag vorher an, da der Termin recht früh war. Das war auch sinnvoll, denn eine Person von uns beiden hatte das benötigte Passbild nicht in dem richtigen Format dabei (wer das wohl gewesen ist 😀 ), weswegen wir an einem Sonntag eine wilde Suche nach einer Möglichkeit zum Fotosdrucken starteten. Das ließ sich dann zum Glück lösen und wir hatten eine entspannte Nacht im Grunewald mit unserem Bus.

    Am nächsten Tag fiel uns auf, dass die selbe Person gar keine richtigen Schuhe mitgenommen hatte, sondern nur mit Gartenbotten unterwegs war. Nach den ganzen Geschichten über abgelehnte Anträge, wollten wir das nicht riskieren. Unser Bus ist zum Glück immer abreisebereit, deswegen hatten wir Barfußsockenschuhe dabei. Nicht optimal aber besser als die Gartenlatschen. Für unsere Verhältnisse ordentlich und unauffällig gekleidet ging es dann zum Konsulat. Die Sicherheitskräfte davor kommen direkt aus einem amerikanischen Film, inklusive Fliegersonnenbrille. Wie das abläuft kann man überall nachlesen, dass spar ich mir hier. Alle waren freundlich und es ging zügig durch die verschiedenen Stationen. Der Interviewer meinte zu uns am Schluss, dass er so eine Reise auch gerne mal machen würde und wünschte uns viel Spaß. Die Pässe, die wir im Konsulat lassen mussten, kamen auch nach zwei Werktagen schon mit den eingetragenen Visa bei uns an.

    Insgesamt war das alles gar kein Problem (außer die Webseiten). Solange man sich an die Vorgaben hält und alles sorgfältig ausfüllt sollte das entspannt durchgehen. Das war im März 2025 und wir hatten jetzt noch ca. ein Jahr Zeit um alles weitere zu organisieren.

    Anreise Halifax

    Wir verschiffen(siehe unten) unseren Volvo von Hamburg nach Halifax. Das Schiff braucht zwei Wochen für die Überfahrt plus ein paar Tage vorher und nachher für die Abwicklung im Hafen. Nach Plan kommt das Schiff am 16.03.2026 in Halifax an. Nun war die große Frage, wann wir denn ankommen wollen. Daraufhin stürzten wir uns in die Flugrecherche und waren völlig buff wie teuer die Flüge waren und wie wenig Verbindungen es überhaupt gibt(Halifax wird direkt oft nur im Sommer angeflogen). Wir hatten vorher mal geschaut, da sah das viel entspannter aus. Ich weiß nicht ob das allen anderen Menschen klar ist, aber Hin-Rückflug zusammen sind oft viel günstiger als nur der Hinflug. Wir haben nun also auch Tickets für den günstigsten Rückflug, den wir finden konnten, die wir aber gar nicht nutzen werden. Ist völlig bescheuert, aber was soll man machen. Nach dem wir das verstanden hatten, wurde das ganze schon realistischer. Jetzt muss man nur noch den Kompromiss zwischen Flugzeit, Ankunftszeit und Preis mit sich selber ausmachen. Die Preise sind ziemlich zufällig mal teurer oder günstiger. Generell ist das Auto einen Tag länger im Hafen stehen lassen günstiger als eine Nacht im Hotel, allerdings hat man ja auch Bock los zu legen. Durch die willkürlichen Preise fliegen wir nun am Mittwoch 18.03 und kommen um 19 Uhr in Halifax an. Bis Freitag haben wir dann erstmal ein Airbnb. Best case wir können das Auto Donnerstag abholen und haben dann noch die Unterkunft zum Dinge sortieren. Ob das alles so klappt fügen wir hier ein wenn es soweit ist.

    Als Hinweis für alle die was ähnliches vorhaben: Wir haben beide Handgepäck und Aufgabegepäck gebucht und uns ist erst danach aufgefallen, dass wir so viele Rucksäcke gar nicht mitnehmen wollen. Die haben wir ja sonst die ganze Zeit dabei. Entsprechend müssen wir mal schauen ob wir das überhaupt nutzen können. Ein Aufgabegepäck reicht vermutlich, das meiste fährt ja im Auto mit.

    Verschiffung

    Es gibt beliebige Anbieter für die Verschiffung von Hamburg nach Halifax, die nehmen sich jetzt nicht wirklich was vom Preis und Service. Wir haben uns für Overlandshippers entschieden, da diese die Fahrzeugreingung im Preis inklusive haben. Bisher können wir noch nicht so viel berichten, außer dass die Kommunikation über Mail sehr zäh ist. Keine Ahnung, ob das bei anderen besser ist. Bisher haben wir alle Informationen bekommen, aber mussten z.B. für die endgültige Buchungsbestätigung und den exakten Abfahrtstermin immer nachfragen. Nicht tragisch aber könnte besser sein.

    Edit(25.02.2026)

    Die Kommunikation blieb zäh, aber nun ist es geschafft und das Auto im Hafen abgegeben. Das einzige was nicht so schön war, ist, dass ich am Anfang nicht wirklich wusste wohin ich musste und dass ich die “Slot Buchung” nutzen kann, um durch die erste Schranke zu kommen. In der Zufahrtsstraße ist gut Verkehr, eben alle LKWs die rein und raus wollen, zusätzlich stehen viele LKWs im Halteverbot rum, die haben vermutlich genau so wenig Plan wie ich. 😉 Der Ablauf ist sonst aber entspannt. LKW-Einfahrt, mit Slot-Buchung durch die erste Schranke und parken. Zum Gebäude gehen, Nummer ziehen, kurz warten, Buchung vorzeigen, Summer mitnehmen und wieder ins Auto setzen (Warnweste anziehen). Wenn der Summer losgeht kann man ins Terminal fahren. Bei der Fahrzeugabgabe wollten sie in alle Staufächer und Schranke schauen, für Fotos für den Zoll, wurde mir gesagt. Allerdings wurde das nicht konsequent durch gezogen, zumal Dinge wie das Ersatzrad und die Staukisten vom Dach, die wir für die Überfahrt im Auto lagern, den Zugang zu einigen Fächern erschwert haben. Irgendwann war dann gut. Alle fotografierten Fächer wurden mit einem Klebi versehen. Dreck am Auto, Benzinkanister, Zusatztanks etc. haben niemanden interessiert. Ich habe mich nett mit den Leuten unterhalten und wurde dann zügig zum Eingang zurück geshuttelt. Generell wäre eine bessere Ablaufbeschreibung wünschenswert gewesen und wenn eh niemand irgendwas kontrolliert, kann man sich diese uneindeutigen Vorgaben à la “reisefertig” auch sparen.

    Versicherungen

    Das Fahrzeug haben wir bei serguro gringo versichert, mangels Alternativen. Wie alle anderen hoffen wir das sonst nichts passiert. 😉

    Generell haben wir noch eine weltweilt gültige Haftpflicht und eine Hausratversicherung. Ob die uns am Ende was bringen wird sich zeigen.

    Als Halter bin ich(Chris) noch ADAC Premium Mitglied, nur weil diese Abschleppkosten übernehmen bzw. zuzahlen. Da ist auch noch ganz viel anderes inklusive, aber das war uns nicht so wichtig.

    Wir melden uns bei unser gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland ab und haben uns für die young travelers Versicherung der Hanse Merkur entschieden. Alternativ gab es noch “Doktor Walter”, das ist aber teurer und tut sich nichts bei den Leistungen. Wir haben die Krankenversicherung für zwei Jahre abgeschlossen, auch wenn wir erstmal nur für ein Jahr Reise geplant haben. Es wird empfohlen lieber länger zu versichern und Geld zurück zu bekommen als zu verlängern. Das soll dann im Zweifel teurer sein. Die extra noch beantragte Bescheinigung “Krankenversicherung für Auslandsreisen” hat der Techniker Krankenkasse auch gereicht für die Abmeldung.

  • Probereise Woche 2

    Probereise Woche 2

    Letzte Woche sind wir eigentlich nur den TET gefahren und hatten kaum Zeit, andere Dinge zu machen. Deswegen wollten wir es die zweite Woche ruhiger angehen lassen.

    Dafür sind wir in den Süden Polens gefahren, um ein wenig zu wandern. Allerdings liegt hier viel mehr Schnee und auf den kleineren Straßen ist es auch oft sehr eisig. Das ist für uns mit 6×6 eher ein kleineres Problem, für andere aber schon. So kam es das wir 400 m vor unserem Tagesziel an einer sehr steilen Straße nicht weiter fahren konnten, da ein Van auf der eisigen Straße nicht weiter hochkam und zur Seite gerutscht war. Wir konnten den Fahrer mit unserem Spaten unterstützen allerdings standen wir auf der schmalen Straße dann noch im Weg. Ich(Chris) hatte mich dann entschieden, rückwärts auf ein Feld anstatt rückwärts den Berg runter zu fahren. Allerdings sind wir in dieser Feldeinfahrt so seitlich gerutscht, das es mit einem Hinterrad schon langsam in den Graben ging. Mit Allrad und Sperren wurde dann auf kleiner Fläche rutschend gedreht. Im Nachhinein war die ganze Situation vermutlich kaum die Aufregung wert, aber der Moment war dann auch schon etwas zu viel Action. Ob das umdrehen oder rückwärts fahren jetzt besser gewesen wäre, kann ich immer noch nicht sagen, aber fürs nächste mal weiß ich nun: Bei Eis solche steilen Straßen direkt meiden oder sobald man das Hindernis sieht, direkt anhalten und zu Fuß die Lage abchecken. Wir sind dann auch nicht weiter hoch zu dem Platz gefahren. Die ganze Aktion hatte schon die Einheimsichen angelockt und das ist fürs Schwarz-Campen ja nie hilfreich. Auf dem Weg zu einem anderen Platz hatte der Volvo dann plötzlich keine Leistung mehr. Das lag wohl nur an Luft in der Spritleitung, auch hier bin ich mir nicht richtig sicher, woran das lag. Vermutlich, dass ich den Motor bergab abgestellt hatte. Das hatte sich dann aber bald geklärt und wir kamen gut an einem anderen Platz mitten im Schnee an (siehe Bild 1.)

    An dem Tag haben wir nichts mehr gemacht, außer uns auf ruhigere Tage zu freuen. Allerdings sollte es nicht so entspannt bleiben, später am Abend gab unsere Wasserpumpe dann komplett auf (elektronsich Tod). Nach etwas Suche, ist mir dann aufgefallen das die 12v Pumpe eine Woche mit 24v gelaufen ist. Das war vermutlich auch die Grundlage unserer ganzen Wasserprobleme, da die Pumpe zu viel Druck gemacht hat. Der Volvo ist als LKW auf 24v unterwegs, aber leider unterstützen das nicht alle Camping-Geräte. Deswegen haben wir auch einen kleinen 12v Kreislauf im Koffer, der den Herd, Lüfter und eben die Wasserpumpe betreibt. Kurz vor der Abfahrt haben wir noch die Frontplatte des Sofas, hinter der die Elektronik steckt, neu gestrichen. Beim wieder Einbauen hat sich das Kabel vom 12v Verteiler gelöst, welches ich dann aus Versehen auf den 24v Eingang des DCDC Wandlers und nicht auf den Ausgang gesteckt habe. Sehr ärgerlich, aber zum Glück ist nur die Pumpe kaputt gegangen. Der zweite Eingang ist jetzt isoliert, sodass mir das hoffentlich nicht nochmal passiert. Grundsätzlich spannend wie lange die Pumpe die 24v mitgemacht hat. 😀

    Jetzt war aber wirklich genug mit Problemen und wir haben noch eine schöne Wanderung gemacht (siehe Bild 2.). Für den Heimweg wollte ich noch durch die Lausitz fahren, eine spannende Region. Die riesigen Tagebaue lassen einen sprachlos zurück. Man darf Historie hier nicht pauschal schlecht reden. Ohne Kohle wäre unsere Gessellschaft eine völlig andere. Aber niemand sollte bei diesem Anblick denken: “Geil, so sollten wir weiter machen”. Die Region braucht für den Wandel aber die Unterstützung der Gesellschafft und wir dürfen sie nicht den rechten Rattenfängern überlassen.

    Mittlerweile sind wir wieder zuhause, werfen die ersten Ladungen Wäsche an und sortieren die ToDo’s und Termine der nächsten Wochen.

    P.S. War natürlich ein Scherz mit genug Problemen: Meine Kamera ist scheinbar kaputt und die Scheibenwischanlage funktioniert nicht mehr richtig 😛

    P.SS. Aus Gründen habe ich nicht genug Unterhosen mitgehabt, sodass es gerade so aufgegangen ist, obwohl wir eigentlich bis Sonntag geplant hatten. 😀

    Bild 1: Volvo auf einem Wanderparkplatz im Schnee in Südpolen.
    Bild 1: Wanderparkplatz im Schnee in Südpolen
    Bild 2: Alte Buche in einem Nadel-/Mischwald in Südpolen.
    Bild 2: Alte Buche in Südpolen
    Bild 3: Tagebau in der Lausitz, Erd-/Kohleberge und Dampfschwaden.
    Bild 3: Tagebau in der Lausitz
    Bild 4: Blick hinab auf den Volvo vom Aussichtsturm des Tagebaus
    Bild 4: Blick auf den Volvo vom Aussichtsturm des Tagebaus
  • Wasserstandheizung

    Wasserstandheizung

    Ich(Chris) habe kaum Informationen zu Wasserstandheizungen für Wohmobile online gefunden, die mir wirklich weiter geholfen haben. Auch die kostenpflichtigen Artikel vom Explorer sind wenig hilfreich. Ich hatte einen anderen Hobbyausbauer angeschrieben, der auf seinem Blog über den Ausbau berichtet hat, aber als ich nach Details für die Dimensionierung gefragt habe, kam nur, dass er das mit einen Experten gemacht hat und mir dies auch empfiehlt.

    Außer dass Wasserinstallationen ständig irgendwo undicht sind, ist so eine Heizungsinstallation kein Hexenwerk. Ich möchte hier meine Erfahrung weitergeben.

    Vorweg ich bin kein Heizungsinstallateur und lerne den ganzen Kram beim Machen.

    Unsere Situation

    • Wohnraum 3,5m x 1,7m x 1,8m=10,3 m³ zu heizen
    • Dämmung mit Schafwolle und Armaflex im Boden
    • 4 von 6 Fenstern doppeltverglastes Plastik
    • Kein Gas (Wir haben einen Benziner Motor und Gasflaschen nerven im Ausland.)
    • Motorkühlwasser liegt schon absperrbar im Aufbau

    Ziel

    • Wasserheizkreislauf inklusive Fußbodenheizung
    • Warmwasser mit erzeugen
    • Heizung und Warmwasser abschaltbar
    • Zusätzlich heizen und Warmwasser durch Motorabwärme

    Dimensionierung

    Als eigentliche Heizung haben wir eine “Autoterm Flow 5D”. Ist nicht die billigste, aber bisher habe ich nur gute Erfahrungen mit Autoterm gemacht. (Zumindest mit den Heizungen, das Comfort Control Panel ist ein anderes Thema). Zusätzlich finde ich gut, dass die Umwälzpumpe seperat und auch einzeln schaltbar ist.

    Die Heizung hat 5kW Leistung was völlig übertrieben ist, aber auch andere Anbieter sind nicht wirklich kleiner. Dazu haben wir 5,8m “Alde Konvektoren” gekauft. Diese haben eine Leistung von 400W/m d.h. 2,32 kW Leistung. Diese Größe haben wir nicht irgendwie berechnet sondern ergibt sich aus dem Platz, den wir dafür vorgesehen haben. Zusätzlich haben wir noch eine Schleife Fußbodenheizung im Boden verlegt(Bild 2). Dieses Rohr liegt in “Alde Fußbodenblechen”, ob die was bringen kann ich nicht wirklich sagen. Generell hatten wir keine Erfahrung mit Alde, man findet jetzt auch nicht wirklich Erfahrungsberichte aus dem Selbstausbauerbereich. Das Problem mit Alde wie auch mit allen anderen Womo-Ausstattern sind die völlig überzogenen Preise für keine tolle Qualität. Die Bleche und Konvektoren sind billigstes Material und sie nutzen extra Durchmesser (z.B. Schlauchanschlüsse), die keine Standardgrößen im Hausbau sind, damit man alles schön überteuert von denen kaufen muss. Genrell sollte man sich fragen, ob einem das die Sache Wert ist, die Kleinteile läppern sich ordentlich. Teileliste und Preise schreibe ich ans Ende.

    Bevor ich zum Aufbau komme, einmal zwischendurch: Wir sind sehr zufrieden mit der Heizung/Motorwärme Kombination. Wenn man die Preise und den Ärger über die Qualität der Teile verdrängt hat, kann man sich sehr drüber freuen 😉 Nach einer längeren Fahrt haben wir im Aufbau schnell 30°c und das warme Wasser hält die Wärme auch noch einige Zeit. Entsprechend sind wir damit hoffentlich gut auf Nordamerikas Winter vorbereitet.

    Der Aufbau

    Wir haben jeweils zwei Konvektoren übereinander gelegt(Bild 1), wobei das Wasser in einem hin und im anderen direkt zurück fließt. Davor sitzt jeweils ein Entlüftungsventil (à 25€…). Da die Konvektoren aus billigsten Blech gefertigt sind(siehe Bild 4), haben wir diese jeweils noch mit Lochblech verkleidet.

    Bild 1. Eingebaute Konvektoren mit Schutzblech und Entlüftungsventil

    Bild 1. Eingebaute Konvektoren mit Schutzblech und Entlüftungsventil

    Bild 2. Übersichtsbild auf die Heizung. In die Bodenplatte ist ein Schlitz gefräßt für die Fußbodenheizung. Links und Rechts der Leitungen sind später Möbel, in den die Konvektoren teilweise verschwinden.

    Bild 2. Übersichtsbild auf die Heizung. In die Bodenplatte ist ein Schlitz gefräßt für die Fußbodenheizung. Links und Rechts der Leitungen sind später Möbel, in den die Konvektoren teilweise verschwinden.

    Bild 3. Anschlussfußbodenheizung an Warmwasserschlauch. Der Doppeladapter passt nicht und wurde später durch Baumarkt-Bedarf getauscht. Der Adapter ist für die "Alde Fußbodenheizungsmatten". Die schwarzen Schläuche sind der Heizungszulauf (HZ) und Heizungsrücklauf (HR). Links im Bild kann man erahnen, dass der Zulauf in den oberen Konvektor geht und der Rücklauf in den unteren.

    Bild 3. Anschlussfußbodenheizung an Warmwasserschlauch. Der Doppeladapter passt nicht und wurde später durch Baumarkt-Bedarf getauscht. Der Adapter ist für die “Alde Fußbodenheizungsmatten”. Die schwarzen Schläuche sind der Heizungszulauf (HZ) und Heizungsrücklauf (HR). Links im Bild kann man erahnen, dass der Zulauf in den oberen Konvektor geht und der Rücklauf in den unteren.

    Bild 4. Die Konvektoren noch im Karton. Die Bleche sind super dünn und sind deswegen verbogen (gab auch etwas Geld zurück). Hier sieht man, dass das Wasser nur in der Mitte fließt und die Lamellen nur die Oberfläche vergrößern.

    Bild 4. Die Konvektoren noch im Karton. Die Bleche sind super dünn und sind deswegen verbogen (gab auch etwas Geld zurück). Hier sieht man, dass das Wasser nur in der Mitte fließt und die Lamellen nur die Oberfläche vergrößern.

    Verbindung zum Motor

    Wie schon gesagt ist der Heizwasserkreislauf im Koffer direkt mit dem Motorkühlkreislauf verbunden. Man hätte hier auch einen Wärmetauscher einsetzen können (würde einem sicher ein Experte zu raten), aber bisher läuft das auch super so und orginal ist es eben auch so. Es gibt aber Absperrhähne, falls der Kreislauf im Koffer mal undicht sein sollte. Der Motor scheint auch kein Problem damit zu haben, das Wasser durch den Kreislauf zu pumpen. Zusätzlich können wir aus dem Koffer und aus der Fahrerkabine zwei elektrische Kugelhähne schalten (die sind von Usolid, bin sehr zufrieden), um den Zulauf vom Motor zum Heizungskreis freizuschalten und um die Autoterm Heizung aus dem Kreislauf zu nehmen. Entsprechend schalten wir beim Fahren, wenn der Motor warm ist, die Heizung im Koffer zu und können über ein Thermometer schauen, wann es uns warm genug ist. Um die Heizung im Sommer zu deaktivieren, aber trotzdem im Boiler warmes Wasser zu erzeugen, haben wir noch zwei manuelle Kugelhähne verbaut.

    Als zusätzlichen Benefit haben wir in unserem Wassertechnikschrank jetzt einen “Trockner”. Wenn das 90°C heiße Wasser vom Motor dort verteilt wird, trocknet alles super schnell. Sehr praktisch. Wie wir das im Sommer finden wird sich dann zeigen.

    Wenn Interesse an einem Plan für das ganze Wasser-Setup existiert, kann ich den auch nochmal zeichnen.

    Bild 5 vom "Trockner" / Wassertechnikschrank

    Bild 5 vom “Trockner” / Wassertechnikschrank

    Preisübersicht

    WasPreis


    Boiler
    423,00 €
    Autoterm Flow 5d mit Comfort Control 770 €
    Kleinteile (z.B. Entlüftungsventil, Konvektoren)360,70 €
    Schläuche175,33 €
    Ausgleichsbehälter37,24 €
    Doppelnippel(mehrere)19,68 €
    Kugelhähne106,78 €
    1x U-Schlauch (verbinden von jeweils zwei Konvektoren)25,86 €
    Fußbodenheizungsanschluss31,55 €
    Konvektoren168 €
    Summe2118,14 €

    Die Auflistung kommt zustande je nachdem, was ich zusammen bestellt habe. Natürlich habe ich auch noch ein paar Reste über, zum Beispiel von den Schläuchen. Es ist vielleicht billiger direkt alles aus dem Hausbedarf zu nehmen. Die Preise von Alde sind einfach doll. Für 2x U-Schlauch und die zwei Entlüftungsnippel(mit Schlauch) ist man entspannt 100€ los. Zusätzlich kommen viele Doppelnippel(Schlauchverbinder) damit man diese speziellen Durchmesser auf Standard-Durchmesser adaptiert. Ohne die Autoterm, den Boiler und die Konvektoren habe ich noch ca. 750€ für “Zubehörteile” ausgegeben.

    Wenn man ohne Hersteller wie Alda auskommt, würde ich das aber definitiv wieder machen.

  • Probereise jetzt wirklich

    Probereise jetzt wirklich

    Für unsere zwei Wochen Probereise hatten wir uns vorgenommen einen Teil des TransEuroTrails (eigentlich ein Motorrad Trail quer durch Europa) zu fahren und dann noch Zeit im Riesen-Gebirge bzw. im Bereich der Grenze zwischen Polen und Tschechien zu verbringen. Gesagt getan am 23.11 sind wir mittags los und sind kurz hinter der Grenze nach Meck-Vorp auf den TET gefahren. In Deutschland sind das meiste der Strecken “nur” Feld und Waldwege, die durch Passagen von normalen geteerten Straßen verbunden sind. So spannend für Offroad Fahrzeuge ist der Teil nicht, aber da wir quasi keine Erfahrung mit dem Volvo abseits befestigter Straßen haben, passt uns das gut. Insgesamt muss man schon Lust haben, kilometerlang über Kopfsteinpflaster durch die letzten Kuhkäffer zu fahren, wenn man sich für den TET entscheidet (in Deutschland und Polen). Dafür hat man aber auch immer wieder 4×4 Passagen und kommt an sehr schönen Flecken vorbei, wo man sonst meist auf der Autobahn einfach vorbei rauscht. Kratzer insbesondere durch Schlehen haben wir direkt am Anfang schon gesammelt. Ein paar Überbleibsel davon finden wir auch immer noch am Autodach. Im Gegensatz zu unseren bisherigen Reisen müssen wir diesmal mehr auf Schilder wie Gewicht und Höhenbegrenzung achten, so dass wir manchmal den ach so schönen Kopfsteinpflasterweg gegen eine mal kaputte, mal nagelneue Teerstraße tauschen müssen. Da merkt man direkt wie schnell es auch mal voran gehen kann. Das kommt jedoch eher selten vor.

    Wir haben völlig unterschätzt wie lange man braucht wenn man über Stock und Stein fährt, 100 km am Tag sind schon eine gute Quote, je nach Straßenverhältnissen.
    Mittlerweile sind wir in Polen und hatten gerade heute, für uns schon anspruchsvolle Passagen dabei. Der Trail führte uns überwiegend durch Forstplantagen, welche von den schweren Maschinen der Holzindustrie sehr in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Der Matsch ist Tief, die Schlaglöcher verschlingen ganze Kleinwagen und unerwartet kommen auch noch Tiefsand-Passagen dazu. Kurz wir haben richtig viel Spaß. Das Fahrzeug macht bisher alles ohne Mucken mit. Sperren und co. haben wir noch nicht gebraucht, auch wenn das ab und an schon etwas knapp war.

    Wo sich das Fahrzeug gut schlägt, macht uns der Ausbau, ums genau zu sehen der Boiler, die ganze Zeit immer wieder Probleme. Der Kaltwasseranschluss wird immer wieder undicht. manchmal nur ein paar Tropfen, heute war dann ein Loch im Schlauch, vermutlich von der Schelle. Schon etwas sonderbar, da wir zuletzt auch einige Tage in Dänemark unterwegs waren und keine Probleme hatten, aber dafür sind wir ja unterwegs. Wir füllen wieder mal unsere TO-DO Liste wobei das meiste nur Kleinigkeiten sind. Das einzige ohne eine direkte Lösung ist, dass der Tacho nur ab 60kmh funktioniert. So schnell fahren wir die meiste Zeit ja nicht mal, aber auch dafür wird sich eine Lösung finden. Während wir hier gerade in unserer Privat-Sauna sitzen (heizen über die Motorwärme klappt sehr gut), uns der Schweiß runterläuft bei um die 0°Grad Außentemperatur, überlegen wir, was wir auf der Reise noch testen wollen. Mehrere Tage an einem Ort stehen, Kuchen backen und wandern stehen noch auf dem Plan.

    Foto vom Volvo von vorne auf verschneitem Boden.
    1: Volvo im Schnee
    Foto vom sehr schlammigen Waldweg in Polen. Chris steht an der Seite und guckt auf den Weg.
    2: Schlamm aus Polen
    Foto in Nahaufnahme von der Beifahrertür, die mit Schlamm in verschiedenen Brauntönen bespritzt ist.
    3: Schlamm am Volvo
    Foto vom Duschvorhang wie er im Volvo vor der Eingangstür aufgehängt ist.
    4: Duschen im Volvo

  • Probe (mini)Reise

    Probe (mini)Reise

    Wir haben es wirklich geschafft endlich mal mehrere Tage mit dem Volvo unterwegs zu sein. Zwar nur über ein verlängertes Wochenende und mit zwei Nächten bei Freunden im Ferienhaus, aber immerhin. Es hat uns auf jeden Fall schon weiter gebracht.

    Unsere Sofapolster sind super gemütlich und mit der Höhe unterm Bett geht es auch noch ok.

    Generell ist Zeit im Volvo verbringen sehr gut aus haltbar. Wir könne sogar beide am Laptop arbeiten an unserem sehr spontan improvisierten Tisch.

    Wir haben auch die Heizung plus jegliche andere Technik getestet, hier gibt es noch ein paar Kleinigkeiten aber so ist das ja immer. Die Heizung haben wir eigentlich nicht gebraucht, da wir den Koffer während der Fahrt mit dem Motorkühlwasser wärmen können. Heißes Wasser gibt es dabei auch noch dazu.

    Wir haben unser gemütliches mobiles Zuhause in Dänemark auf einen Autostrand gestellt. Wo wir uns die, von der Nordsee eiskalten Füße an der Fußbodenheizung wieder schön aufwärmen konnten.

    Da konnte Bretti dann auch mal in Ruhe Volvo fahren. Das Stichwort Ruhe bringt mich noch dazu: Wir haben TÜV. Bremsen haben keine Probleme gemacht aber die Dichtung zwischen Hosenrohr und Krümmer waren komplett weg. Nach dem der Auspuff direkt im Motorraum kein riesiges Loch mehr hat, ist das Auto gleich viel “leiser”. Also das Auto ist immer noch laut, aber es ist merklich leiser geworden oder wir bilden uns das zumindest ein.

    Wir arbeiten nun unsere TODOs der Probereise ab, lackieren die letzten Innenraumelemente und dann geht es Ende November auch direkt wieder los. Diesmal wirklich zwei Wochen Richtung Süden. Damit wir zumindest etwas in den Reisealltag kommen und alles weiter testen können.

    Die zeit läuft, Ende März sind wir dann schon in Kanada.

    Bilder:

    1. Autostrand Aussicht
    2. Autostrand Beifahrer Perspektive
    3. Dänemark Strand
  • Wenn es läuft, dann läufts

    Wenn es läuft, dann läufts

    Nach dem wir die Probereise verschoben hatten, wollten wir zumindest etwas Urlaub in Dänemark machen. Aber auch daraus wurde nicht wirklich was, denn ich (Chris) bin direkt am ersten Tag krank geworden. Wir haben dann noch versucht ein paar Sachen zu machen, aber so richtig doll war das dann auch nicht. Entsprechend sind wir dann wieder nach hause gefahren und ich bin zum Arzti. In der Praxis wurde meine Krankschreibung dann auch noch falsch datiert, sodass ich nicht mal alle Urlaubstrage zurück bekommen habe. Wenn es läuft dann läufts…. Das kann man rückwirkend angeblich auch nicht mehr ändern.

    Naja nach einem Wochenende mit Schmerzmittel auf dem Sofa, habe ich dann am Mittwoch den Volvo unverrichteter Dinge aus Braunschweig geholt und seit dem geht es hier auch wieder voran. Mit der Probereise versuchen wir es dann Anfang November noch mal, bis dahin muss sich erstmal um TÜV gekümmert werden und es wird natürlich im allgemeinen weiter gebaut. TÜV sollte eigentlich kein großes Thema sein, allerdings ärgere ich mich seit einer Woche mit einer Firma rum, die mir neue Bremsleitungen angefertigt hat, die aber nicht passen. Es wäre sonst ja auch zu einfach.

    Sonst sind wir weiterhin auf der Zielgraden und haben den Innenausbau, soweit er fertig ist, wieder eingebaut, damit wir probe packen können. Die Wahrnehmung von WoW haben wir viel Platz zu, Oh das passt nie wechselt quasi täglich 😀

    Bilder:

    • Dänemark Steilküste und Strand
    • Vollgestopfter Kleiderschrank beim probepacken
    • Trittstufe aus alter Kette gebaut
    • Koffer mit Aluwinkeln gegen Schäden durch tiefhängende Äste geschützt

    Dänemak Steilküste und Sonnenuntergang
    Voll gestopfter Kleiderschrank
    Trittstufe aus einer alten Kette
    Verstärkung der Kofferecken mit 3mm Aluwinkeln
  • Probereise? Mal gucken…

    Probereise? Mal gucken…

    Wie es immer so ist, kommt alles anders als geplant. Eigentlich wollten wir heute (07.09.2025) schon unterwegs sein Richtung Südpolen/Slowakai, um unseren Volvo drei Wochen lang zu testen. Bekommen wir alles mit? Funktionieren unsere Ideen auch im Reisealltag etc.

    Allerdings steht der Volvo seit dem 13.08.2025 in Braunschweig bei einer Werkstatt, für TÜV und ein paar Wartungsaufgaben, die mir (Chris) zu nervig waren.

    Wir hängen ehrlich gesagt gerade etwas in der Luft, aber so richtig was daran ändern können wir auch nicht. Bevor wir uns jetzt noch extra Stress machen wie andere Werkstatt finden, selber machen oder so, versuchen wir die Zwangspause für etwas Entspannung zu nutzen. Das ist gar nicht so leicht nach ~2 Jahren Ausbau, wo jede Minute, die nicht für Freunde genutzt wurde, in den Ausbau gesteckt worden ist.

    Uns war auch schon während des Ausbaus klar, dass das der beste Weg in den Burnout ist. Es mangelt allerdings an Alternativen, denn das Fahrzeug und die Reisevorbereitungen müssen gemacht werden und wir haben auch schon richtig Bock auf die Reise.

    Deswegen zwingen wir uns nun aber gerade zur Ruhe und stürzen uns nicht direkt auf die ganzen Dinge, die liegen geblieben sind. Ein paar Kleinigkeiten am LT habe ich zwar gemacht, das waren aber nur so 30 Minuten Arbeit. Die meiste Zeit verbringen wir jetzt mit daddeln, Musik machen und lesen. Wenn die Werkstatt noch länger braucht, dann machen wir wohl auch einfach mit dem LT ein wenig Urlaub, denn den können wir beide gut gebrauchen.

    Sobald der Volvo wieder da ist, geht die Action hier dann auch wie gewohnt wieder los. Aber bis dahin, machen wir uns keinen Stress mit geplatzten Plänen oder ähnlichem. Das wird auf der Reise eh noch genug passieren und sich in Ruhe zu üben, ist die beste Reisevorbereitung, die wir gerade machen können.

    P.S.: Meine(Chris) Kündigung zum 31.12.2025 ist jetzt durch und mit dank Urlaub und Überstunden nur noch etwas über 30 Tagen wird das Arbeitsjahr langsam richtig kurz.So langsam geht es auf die Zielgerad der Vorbereitung.

  • Jetzt geht das los

    Jetzt geht das los

    Nun sind schon 1 1/2 Jahre ins Land gegangen und wir haben das Blog-Projekt schleifen lassen. Wir hatten mit dem Fahrzeugumbau auch genug zu tun und haben aber immerhin fleißig Fotos gemacht.

    So langsam geht es jetzt auch auf die Zielgrade, da wir im 03.2026 in Kanada unsere Reise starten wollen. Die Überfahrt ist soweit gebucht und auch am Fahrzeug hat sich einiges getan. Die TODO Listen sind allerdings noch gut gefüllt und wir werden nicht alles schaffen. Ungeachtet dessen wollen wir uns angewöhnen hier etwas zu schreiben, um auszuprobieren, ob wir das überhaupt regelmäßig machen. Das ganze soll als Reisetagebuch für uns, Freunde/Familie und für alle Interessierten fungieren und dafür müssen wir es eben regelmäßig füllen.

    Entsprechend werden wir hier von unser Probereise im September berichten und andere Themen verbloggen wie die Wasserstandheizung oder den USA Visa Prozess und unsere Erfahrung.

    Hier noch ein paar Bilder: Außen am Volvo passiert viel, wir haben einiges an Wartung erledigt, bauen fleißig Möbel und waren auch schon ein wenig Unterwegs

  • Der Ausbauplan

    Der Ausbauplan

    Der Ausbau, bzw. Umbau, soll in zwei Phasen ablaufen. Zuerst ist der Innenraum des Koffers plus alles TÜV relevante dran. Das schaffen wir hoffentlich alles bis Mitte Ende 2024. Danach soll es darum gehen den Volvo reisefertig zu machen, also alles mögliche an Verschleißteilen zu tauschen und dabei zu lernen wie das geht 😉 Da rein fällt sowas wie Keilriemen oder Simmerringe tauschen.

    Momentan sind wir entsprechend in der ersten Phase. Wobei man hier sagen muss, das diese aus Zeitgründen bisher nicht richtig starten konnte. Die Planung des Innenausbaus steht aber soweit, erste Teilelisten sind erstellt und grob alles in 3D vorgeplant. Der alte Ausbau wurde auch schon entfernt und ich (Chris) habe Stahl rausgeschnitten, der nicht mehr zu retten war. Es bleibt allerdings noch viel zu entrosten und zu versiegeln. Es hilft, dass der Koffer zu großen Teilen aus Aluminium besteht.

    Aber was soll denn alles gemacht werden. Grundsätzlich steht das Fahrgestell gut da. Bisher kein Rost, der nicht nur oberflächlich ist. Wir werden die Blattfedern vorne tauschen, da diese nach 45 Jahren einfach durch sind. Material Kosten ca. 1000€. Die Fahrerkabine wird komplett entdröhnt und wo möglich gedämmt. Zusätzlich werde ich wohl viel der Elektrik neu machen, denn momentan braucht die unnötig viel Platz, den wir besser nutzen könnten. Außerdem müssen eh neue Schalter und Kabel verlegt werden, für die zusätzlichen Funktionen, z.B. die Zuschaltung des Kofferheizkreislaufes zum Motorkühlkreislauf(Details siehe unten) oder das Ablassen von Grauwasser. Die Scheibenwischer sind original auch einzeln schaltbar, minimal unpraktisch und die Scheibenreinigung ist komplett außer Funktion gesetzt.

    Der Koffer wird komplett entkernt, alter Ausbau raus, inkl. Styropor Dämmung. Danach wird alles mit Brantho Korrux versiegelt. Ich will wie gesagt das Motorkühlwasser zum Heizen und erwärmen von Wasser nutzen, entsprechend wird der Motorkühlkreislauf in den Koffer gelegt. Das ist auch schon vorhanden, denn so wurde der Koffer original beheizt. Zusätzlich wird es eine Dieselwasserheizung geben und einen Beuler aus dem Bootsbereich. Da wir nicht viel Platz haben, wird es zu den Radiatoren auch eine Fußbodenheizung geben. Ich bin ehrlich gesagt noch nicht sicher, ob das zum Heizen ausreichen wird, aber so richtig gute Informationen findet man dazu nicht. Außerdem planen wir mit Minimum 100 l Frischwasser und 60 l Grauwasser.

    Wie im Lt werden wir wieder ein Hubbett einbauen, unter dem sich eine Sitzgruppe mit Tisch befinden wird. Durch die Größe des Autos wird das Bett etwas in den Küchenbereich ragen und es wird nur vor der Küchenzeile Stehhöhe geben. Momentan hat der Koffer eine Innenhöhe von ca. 170 cm, entsprechend muss diese um ca. 14 cm erhöht werden. Das machen wir mit einem Belluna Dachfenster und einer Erhöhung des Daches an der Stelle. Im vorderen Bereich, wo die Küche, bzw. das Dachfenster, hinkommt, ist das Dach eh undicht und wir müssen es erneuern. In dem Zuge wird dann auch die Erhöhung vorgenommen. Zusätzlich planen wir einen Thetford Kühlschrank mit Eisfach, eine Dusche im Eingangsbereich, ein großes Seitenfenster, 300-400W Solar, Dachträger etc. etc.

    So gerne ich auch plane, sind die Details noch nicht extrem ausgetüfftelt, denn es kommt ja eh immer alles anders als man denkt. Es wird sich zeigen müssen, was der TÜV von dem ganzen hält (momentan sind wir als Oldtimer Wohnmobil unterwegs) und was noch passiert, wenn die Realität auf die Planung trifft. Ich plane momentan mit 10-15k€ für den gesamten Ausbau.

    Unten findet ihr noch ein paar Bilder vom aktuellen Fortschritt und meine 3D Zeichnung, obwohl ich bezweifle, dass da jemand was mit anfangen kann. 😀