Category: Probereise

  • Probereise Woche 2

    Probereise Woche 2

    Letzte Woche sind wir eigentlich nur den TET gefahren und hatten kaum Zeit, andere Dinge zu machen. Deswegen wollten wir es die zweite Woche ruhiger angehen lassen.

    Dafür sind wir in den Süden Polens gefahren, um ein wenig zu wandern. Allerdings liegt hier viel mehr Schnee und auf den kleineren Straßen ist es auch oft sehr eisig. Das ist für uns mit 6×6 eher ein kleineres Problem, für andere aber schon. So kam es das wir 400 m vor unserem Tagesziel an einer sehr steilen Straße nicht weiter fahren konnten, da ein Van auf der eisigen Straße nicht weiter hochkam und zur Seite gerutscht war. Wir konnten den Fahrer mit unserem Spaten unterstützen allerdings standen wir auf der schmalen Straße dann noch im Weg. Ich(Chris) hatte mich dann entschieden, rückwärts auf ein Feld anstatt rückwärts den Berg runter zu fahren. Allerdings sind wir in dieser Feldeinfahrt so seitlich gerutscht, das es mit einem Hinterrad schon langsam in den Graben ging. Mit Allrad und Sperren wurde dann auf kleiner Fläche rutschend gedreht. Im Nachhinein war die ganze Situation vermutlich kaum die Aufregung wert, aber der Moment war dann auch schon etwas zu viel Action. Ob das umdrehen oder rückwärts fahren jetzt besser gewesen wäre, kann ich immer noch nicht sagen, aber fürs nächste mal weiß ich nun: Bei Eis solche steilen Straßen direkt meiden oder sobald man das Hindernis sieht, direkt anhalten und zu Fuß die Lage abchecken. Wir sind dann auch nicht weiter hoch zu dem Platz gefahren. Die ganze Aktion hatte schon die Einheimsichen angelockt und das ist fürs Schwarz-Campen ja nie hilfreich. Auf dem Weg zu einem anderen Platz hatte der Volvo dann plötzlich keine Leistung mehr. Das lag wohl nur an Luft in der Spritleitung, auch hier bin ich mir nicht richtig sicher, woran das lag. Vermutlich, dass ich den Motor bergab abgestellt hatte. Das hatte sich dann aber bald geklärt und wir kamen gut an einem anderen Platz mitten im Schnee an (siehe Bild 1.)

    An dem Tag haben wir nichts mehr gemacht, außer uns auf ruhigere Tage zu freuen. Allerdings sollte es nicht so entspannt bleiben, später am Abend gab unsere Wasserpumpe dann komplett auf (elektronsich Tod). Nach etwas Suche, ist mir dann aufgefallen das die 12v Pumpe eine Woche mit 24v gelaufen ist. Das war vermutlich auch die Grundlage unserer ganzen Wasserprobleme, da die Pumpe zu viel Druck gemacht hat. Der Volvo ist als LKW auf 24v unterwegs, aber leider unterstützen das nicht alle Camping-Geräte. Deswegen haben wir auch einen kleinen 12v Kreislauf im Koffer, der den Herd, Lüfter und eben die Wasserpumpe betreibt. Kurz vor der Abfahrt haben wir noch die Frontplatte des Sofas, hinter der die Elektronik steckt, neu gestrichen. Beim wieder Einbauen hat sich das Kabel vom 12v Verteiler gelöst, welches ich dann aus Versehen auf den 24v Eingang des DCDC Wandlers und nicht auf den Ausgang gesteckt habe. Sehr ärgerlich, aber zum Glück ist nur die Pumpe kaputt gegangen. Der zweite Eingang ist jetzt isoliert, sodass mir das hoffentlich nicht nochmal passiert. Grundsätzlich spannend wie lange die Pumpe die 24v mitgemacht hat. 😀

    Jetzt war aber wirklich genug mit Problemen und wir haben noch eine schöne Wanderung gemacht (siehe Bild 2.). Für den Heimweg wollte ich noch durch die Lausitz fahren, eine spannende Region. Die riesigen Tagebaue lassen einen sprachlos zurück. Man darf Historie hier nicht pauschal schlecht reden. Ohne Kohle wäre unsere Gessellschaft eine völlig andere. Aber niemand sollte bei diesem Anblick denken: “Geil, so sollten wir weiter machen”. Die Region braucht für den Wandel aber die Unterstützung der Gesellschafft und wir dürfen sie nicht den rechten Rattenfängern überlassen.

    Mittlerweile sind wir wieder zuhause, werfen die ersten Ladungen Wäsche an und sortieren die ToDo’s und Termine der nächsten Wochen.

    P.S. War natürlich ein Scherz mit genug Problemen: Meine Kamera ist scheinbar kaputt und die Scheibenwischanlage funktioniert nicht mehr richtig 😛

    P.SS. Aus Gründen habe ich nicht genug Unterhosen mitgehabt, sodass es gerade so aufgegangen ist, obwohl wir eigentlich bis Sonntag geplant hatten. 😀

    Bild 1: Volvo auf einem Wanderparkplatz im Schnee in Südpolen.
    Bild 1: Wanderparkplatz im Schnee in Südpolen
    Bild 2: Alte Buche in einem Nadel-/Mischwald in Südpolen.
    Bild 2: Alte Buche in Südpolen
    Bild 3: Tagebau in der Lausitz, Erd-/Kohleberge und Dampfschwaden.
    Bild 3: Tagebau in der Lausitz
    Bild 4: Blick hinab auf den Volvo vom Aussichtsturm des Tagebaus
    Bild 4: Blick auf den Volvo vom Aussichtsturm des Tagebaus
  • Probereise jetzt wirklich

    Probereise jetzt wirklich

    Für unsere zwei Wochen Probereise hatten wir uns vorgenommen einen Teil des TransEuroTrails (eigentlich ein Motorrad Trail quer durch Europa) zu fahren und dann noch Zeit im Riesen-Gebirge bzw. im Bereich der Grenze zwischen Polen und Tschechien zu verbringen. Gesagt getan am 23.11 sind wir mittags los und sind kurz hinter der Grenze nach Meck-Vorp auf den TET gefahren. In Deutschland sind das meiste der Strecken “nur” Feld und Waldwege, die durch Passagen von normalen geteerten Straßen verbunden sind. So spannend für Offroad Fahrzeuge ist der Teil nicht, aber da wir quasi keine Erfahrung mit dem Volvo abseits befestigter Straßen haben, passt uns das gut. Insgesamt muss man schon Lust haben, kilometerlang über Kopfsteinpflaster durch die letzten Kuhkäffer zu fahren, wenn man sich für den TET entscheidet (in Deutschland und Polen). Dafür hat man aber auch immer wieder 4×4 Passagen und kommt an sehr schönen Flecken vorbei, wo man sonst meist auf der Autobahn einfach vorbei rauscht. Kratzer insbesondere durch Schlehen haben wir direkt am Anfang schon gesammelt. Ein paar Überbleibsel davon finden wir auch immer noch am Autodach. Im Gegensatz zu unseren bisherigen Reisen müssen wir diesmal mehr auf Schilder wie Gewicht und Höhenbegrenzung achten, so dass wir manchmal den ach so schönen Kopfsteinpflasterweg gegen eine mal kaputte, mal nagelneue Teerstraße tauschen müssen. Da merkt man direkt wie schnell es auch mal voran gehen kann. Das kommt jedoch eher selten vor.

    Wir haben völlig unterschätzt wie lange man braucht wenn man über Stock und Stein fährt, 100 km am Tag sind schon eine gute Quote, je nach Straßenverhältnissen.
    Mittlerweile sind wir in Polen und hatten gerade heute, für uns schon anspruchsvolle Passagen dabei. Der Trail führte uns überwiegend durch Forstplantagen, welche von den schweren Maschinen der Holzindustrie sehr in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Der Matsch ist Tief, die Schlaglöcher verschlingen ganze Kleinwagen und unerwartet kommen auch noch Tiefsand-Passagen dazu. Kurz wir haben richtig viel Spaß. Das Fahrzeug macht bisher alles ohne Mucken mit. Sperren und co. haben wir noch nicht gebraucht, auch wenn das ab und an schon etwas knapp war.

    Wo sich das Fahrzeug gut schlägt, macht uns der Ausbau, ums genau zu sehen der Boiler, die ganze Zeit immer wieder Probleme. Der Kaltwasseranschluss wird immer wieder undicht. manchmal nur ein paar Tropfen, heute war dann ein Loch im Schlauch, vermutlich von der Schelle. Schon etwas sonderbar, da wir zuletzt auch einige Tage in Dänemark unterwegs waren und keine Probleme hatten, aber dafür sind wir ja unterwegs. Wir füllen wieder mal unsere TO-DO Liste wobei das meiste nur Kleinigkeiten sind. Das einzige ohne eine direkte Lösung ist, dass der Tacho nur ab 60kmh funktioniert. So schnell fahren wir die meiste Zeit ja nicht mal, aber auch dafür wird sich eine Lösung finden. Während wir hier gerade in unserer Privat-Sauna sitzen (heizen über die Motorwärme klappt sehr gut), uns der Schweiß runterläuft bei um die 0°Grad Außentemperatur, überlegen wir, was wir auf der Reise noch testen wollen. Mehrere Tage an einem Ort stehen, Kuchen backen und wandern stehen noch auf dem Plan.

    Foto vom Volvo von vorne auf verschneitem Boden.
    1: Volvo im Schnee
    Foto vom sehr schlammigen Waldweg in Polen. Chris steht an der Seite und guckt auf den Weg.
    2: Schlamm aus Polen
    Foto in Nahaufnahme von der Beifahrertür, die mit Schlamm in verschiedenen Brauntönen bespritzt ist.
    3: Schlamm am Volvo
    Foto vom Duschvorhang wie er im Volvo vor der Eingangstür aufgehängt ist.
    4: Duschen im Volvo

  • Probe (mini)Reise

    Probe (mini)Reise

    Wir haben es wirklich geschafft endlich mal mehrere Tage mit dem Volvo unterwegs zu sein. Zwar nur über ein verlängertes Wochenende und mit zwei Nächten bei Freunden im Ferienhaus, aber immerhin. Es hat uns auf jeden Fall schon weiter gebracht.

    Unsere Sofapolster sind super gemütlich und mit der Höhe unterm Bett geht es auch noch ok.

    Generell ist Zeit im Volvo verbringen sehr gut aus haltbar. Wir könne sogar beide am Laptop arbeiten an unserem sehr spontan improvisierten Tisch.

    Wir haben auch die Heizung plus jegliche andere Technik getestet, hier gibt es noch ein paar Kleinigkeiten aber so ist das ja immer. Die Heizung haben wir eigentlich nicht gebraucht, da wir den Koffer während der Fahrt mit dem Motorkühlwasser wärmen können. Heißes Wasser gibt es dabei auch noch dazu.

    Wir haben unser gemütliches mobiles Zuhause in Dänemark auf einen Autostrand gestellt. Wo wir uns die, von der Nordsee eiskalten Füße an der Fußbodenheizung wieder schön aufwärmen konnten.

    Da konnte Bretti dann auch mal in Ruhe Volvo fahren. Das Stichwort Ruhe bringt mich noch dazu: Wir haben TÜV. Bremsen haben keine Probleme gemacht aber die Dichtung zwischen Hosenrohr und Krümmer waren komplett weg. Nach dem der Auspuff direkt im Motorraum kein riesiges Loch mehr hat, ist das Auto gleich viel “leiser”. Also das Auto ist immer noch laut, aber es ist merklich leiser geworden oder wir bilden uns das zumindest ein.

    Wir arbeiten nun unsere TODOs der Probereise ab, lackieren die letzten Innenraumelemente und dann geht es Ende November auch direkt wieder los. Diesmal wirklich zwei Wochen Richtung Süden. Damit wir zumindest etwas in den Reisealltag kommen und alles weiter testen können.

    Die zeit läuft, Ende März sind wir dann schon in Kanada.

    Bilder:

    1. Autostrand Aussicht
    2. Autostrand Beifahrer Perspektive
    3. Dänemark Strand
  • Wenn es läuft, dann läufts

    Wenn es läuft, dann läufts

    Nach dem wir die Probereise verschoben hatten, wollten wir zumindest etwas Urlaub in Dänemark machen. Aber auch daraus wurde nicht wirklich was, denn ich (Chris) bin direkt am ersten Tag krank geworden. Wir haben dann noch versucht ein paar Sachen zu machen, aber so richtig doll war das dann auch nicht. Entsprechend sind wir dann wieder nach hause gefahren und ich bin zum Arzti. In der Praxis wurde meine Krankschreibung dann auch noch falsch datiert, sodass ich nicht mal alle Urlaubstrage zurück bekommen habe. Wenn es läuft dann läufts…. Das kann man rückwirkend angeblich auch nicht mehr ändern.

    Naja nach einem Wochenende mit Schmerzmittel auf dem Sofa, habe ich dann am Mittwoch den Volvo unverrichteter Dinge aus Braunschweig geholt und seit dem geht es hier auch wieder voran. Mit der Probereise versuchen wir es dann Anfang November noch mal, bis dahin muss sich erstmal um TÜV gekümmert werden und es wird natürlich im allgemeinen weiter gebaut. TÜV sollte eigentlich kein großes Thema sein, allerdings ärgere ich mich seit einer Woche mit einer Firma rum, die mir neue Bremsleitungen angefertigt hat, die aber nicht passen. Es wäre sonst ja auch zu einfach.

    Sonst sind wir weiterhin auf der Zielgraden und haben den Innenausbau, soweit er fertig ist, wieder eingebaut, damit wir probe packen können. Die Wahrnehmung von WoW haben wir viel Platz zu, Oh das passt nie wechselt quasi täglich 😀

    Bilder:

    • Dänemark Steilküste und Strand
    • Vollgestopfter Kleiderschrank beim probepacken
    • Trittstufe aus alter Kette gebaut
    • Koffer mit Aluwinkeln gegen Schäden durch tiefhängende Äste geschützt

    Dänemak Steilküste und Sonnenuntergang
    Voll gestopfter Kleiderschrank
    Trittstufe aus einer alten Kette
    Verstärkung der Kofferecken mit 3mm Aluwinkeln